Der Übeltäter ist schnell gefunden: das eingenähte Wäscheetikett. Im Gegensatz zum Kleidungsstück ist es nicht sanft und kuschelig, sondern eine echte Kratzbürste! Weil mir das Teil gefällt, kaufe ich es trotzdem.

Zu Hause heißt es dann: nachbessern mit der Schere! Vor dem Anziehen des neuen Stücks trenne ich das Schildchen vom Stoff und verfluche die extra festen und doppelten Nähte. Und dabei hab ich noch Glück, dass es diesmal nur ein Etikett ist und nach der Schnippelei kein Loch im Shirt ist.

Der Schildchen-Wahn in den Klamotten nervt mich immer wieder aufs Neue. Neben wichtigen Angaben wie Größe und Pflegeanleitung gibt es Infos zum Hersteller, zur Marke, zur Wäscheserie und andere für mich völlig nutzlose Hinweise, die in eine Werbebroschüre gehören, aber nicht auf die Innenseite meiner Kleider. Wenn die Dinger wenigstens weich wären!

Dass es auch anders geht, zeigen einige ökologisch orientierte Hersteller. Kürzlich kaufte ich einen Pullover, bei dem sämtliche Info-Schildchen auf eine Sicherheitsnadel aufgefädelt waren. Ein Griff, und alles ist sauber entfernt - ohne Schnippelmanöver. Geht doch!