In der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte der Leiter des Kulmbacher Vermessungsamts, das vor einiger Zeit in Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung umbenannt worden war, die wichtigsten Eckdaten der neuen Bayerischen Förderrichtlinie vor. Dabei betonte Detlef Arnold: "Das schnelle Internet ist Schlüsselfaktor für die Kommunen geworden, der Bedarf steige rapide an."


Förderquote liegt bei 90 Prozent


Der Förderhöchstsatz für Untersteinach beträgt Arnold zufolge 570.000 Euro, die Förderquote liegt bei 90 Prozent. Die Markterkundung laufe noch bis 10. April.

Siegbert Reuther vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Bad Staffelstein zeigte auf, dass eine interkommunale Zusammenarbeit momentan nicht vorgesehen ist.
Fördertechnisch müsse mindestens eine Versorgung von 30 Megabit in der Sekunde (Mbit/S.) erreicht werden.

Reuther riet, auch den Ortsteil Hummendorf ins Auswahlverfahren mit aufzunehmen. Gemeinderat Thomas Rosenberger (FW) warf ein, dass Untersteinach im Industriegebiet und Hauptort eine Zweiklassengesellschaft bekommt. "Für den Hauptort ist derzeit nicht mehr möglich, das ist eine Gegebenheit der Richtlinie", antwortete ihm VG-Geschäftsstellenleiter Martin Betz.


Auswahlverfahren läuft bis Juni


Reuther gab noch bekannt, dass das Auswahlverfahren bis Juni läuft und der Gemeinderat dann im Juli den Auftrag vergeben kann. Dann werde im August der Förderantrag bei der Regierung von Oberfranken gestellt. Der Ausbau könne voraussichtlich im September beginnen und sollte bis zum Herbst 2016 abgeschlossen sein.
Einbezogen werden sollen die Bereiche der gesamten Alten Guttenberger Straße, sowie die Anwesen Hauptstraße 55, 57, 58, 60 und 61.

Hinsichtlich des Hauptortes Untersteinach soll zunächst abgeklärt werden, ob für Teile zusätzliche förderrechtliche Erschließungsgebiete festgelegt werden können.


Gemeinde spart fast 30.000 Euro


Die Kosten für die Verlagerung des in der Untersteinacher Kindertagesstätte angesiedelten Hortes in das Schulgebäude waren vom Architekturbüro Drenske aus Kulmbach mit 169.000 Euro veranschlagt worden.

Wie Bürgermeister Volker Schmiechen (SPD) am Dienstag im Gemeinderat bekannt gab, sind tatsächliche Kosten von 152.239 Euro angefallen. Auch der Restbetrag der Guttenberger Beteiligung - insgesamt 15.224 Euro - sei inzwischen eingetroffen.

Im Zuge der Hortverlagerung hatte der Gemeinderat zudem dem Umbau der WC-Anlage im Mitteltrakt des Schulgebäudes zugestimmt. Hier ging man von Baukosten in Höhe von 48.000 Euro aus, angefallen sind lediglich 35.347 Euro.

Begonnen wurde mit der Sanierung des Mittelbautraktes im Schulgebäude, für das insgesamt 52.000 Euro genehmigt sind. Ein Klassenzimmer hatte man 2014 mit einer Akustikdecke und einer Glastrennwand ausgestattet, wofür 13.986 Euro anfielen.