Auf den schneeglatten Straßen gab es laut Polizei Kulmbach aber zum Glück nur einige, wenige Unfälle, "alles nur Blechschäden, nichts Dramatisches", hieß es aus der Polizeiinspektion. Probleme bereiteten vor allem querstehende Lastwagen an Steigungen, so zum Beispiel auf der B 85 in Fahrtrichtung Kronach (am Lösauer Berg) und in Fahrtrichtung Bayreuth, ebenso im Bereich Kasendorf und Thurnau.

Die extrem winterlichen Verkehrsverhältnisse machten vor allem den Verkehrsteilnehmern im Kulmbacher Oberland zu schaffen, wie der Leiter der Polizeiinspektion Stadtsteinach, Georg Löffler, auf Nachfrage bestätigte. Nicht nur auf den Nebenstrecken, sondern sogar auf den Bundesstraßen, wo die Räumdienste kaum hinterherkamen, gab es immer wieder Probleme, besonders an Steigungen. So blieb zum Beispiel auf der B 289 bei Ludwigschorgast ein Lkw am Berg hängen.

Auch zwei Unfälle beschäftigen die Stadtsteinacher Polizeibeamten. Für Probleme sorgte vor allem ein Unfall um 7.50 Uhr auf der B 289 zwischen Kupferberg und Marktleugast. Dort geriet in einer Kurve bei den Spiegelteichen ein 19-jähriger Rumäne mit seinem Kleintransporter ins Schleudern, kam auf die Gegenfahrbahn und stieß dort mit dem Wagen einer 60-Jährigen zusammen. Die Frau und ihre Beifahrerin wurden dabei verletzt und mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Auch der Verursacher erlitt Verletzungen. Da der Unfall mitten im morgendlichen Berufsverkehr passierte und die Straße für längere Zeit voll gesperrt werden musste, kam es in dem Bereich zu größeren Behinderungen. Auch musste die Straßenmeisterei hinzugerufen werden, um die Strecke immer wieder von Schnee befreien. Bis kurz vor 11 Uhr dauerte dieser Großeinsatz.

Der zweite Unfall ereignete sich bereits um 6 Uhr auf der Straße zwischen Neuenmarkt und Schlömen. Dort war eine 28-Jährige mit ihrem Auto von der Fahrbahn abgekommen, eine drei Meter tiefe Böschung hinuntergerutscht und auf dem Dach zum Liegen gekommen. Die Frau wurde dabei leicht verletzt und kam ins Krankenhaus.

Im Großen und Ganzen hätten die Verkehrsteilnehmer ihre Fahrweise aber den winterlichen Straßenverhältnissen gut angepasst, betonte Georg Löffler und sagte: "Wir hoffen, dass das auch so bleibt".