Der schnellen Reaktion eines Teams der Firma Agilis ist es zu verdanken, dass eine Reihe von Graffitistraftaten am Kulmbacher Bahnhof rasch aufgeklärt werden konnten.

Am Samstagvormittag hatten zwei junge Männer sofort nach der Einfahrt eines Agilis-Triebwagens in den Bahnhof Kulmbach damit begonnen, diesen mit Farbe zu besprühen. Das Zugpersonal reagierte umgehend, fotografierte die Sprayer und verständigte die Polizei.

Täter 16 und 23 Jahre alt

Kurz darauf traf eine Streife der Kulmbacher Polizeiinspektion die beiden stark alkoholisierten Schmierfinken im Bereich des Bahnhofs an. Bei ihnen handete es sich um einen 16-jährigen Jugendlichchen und einen 23-Jährigen.

Die Beamten entdeckten einige der verwendeten Spraydosen und Eddingmarker in den Rucksäcken der beiden Täter. Andere Utensilien hatten sie zuvor im Gleisbereich entsorgt.

Die weiteren Ermittlungen übernahmen anschließend Beamte der Bundespolizei, die für Straftaten im Bereich der Bahnanlagen in der Region zuständig ist.

Wohnungen durchsucht

Die Beamten vom Revier Bayreuth führten nach richterlicher Anordnung Durchsuchungen bei den im Landkreis Kulmbach wohnhaften Sprayern durch. Hierbei kamen in beiden Wohnungen diverse Graffitiausrüstungsgegenstände zum Vorschein. Die Polizei stellte Farbdosen, Schablonen aber auch Handys und Computer zur Beweisführung sicher.

Am Samstag haben die beiden jungen Männer auf zwei Triebwagen, in der Bahnsteigunterführung und an der Toilettenanlage auf etwa 50 Quadratmetern ihre Spuren hinterlassen. Die Bundespolizei ermittelt aber auch wegen einer Vielzahl vorangegangener Graffitistraftaten aus den vergangenen Wochen. Der angerichtete Schaden beträgt mehrere tausend Euro.

Nun kommt auf die "Graffitikünstler" ein Strafverfahren wegen Sachbeschädigung zu.

Saftige Rechnung

Weiterhin werden die Deutsche Bahn AG und die Agilis den angerichteten Schaden in Rechnung stellen.

Beim Jüngeren kommt noch eine Anzeige wegen Beleidigung hinzu, die er bei der Durchsuchung seines Zimmers gegen einen Polizisten richtete.