Im Steilhang am Ortseingang von Bad Berneck klafft ein großes Loch. Hier lösten sich in den frühen Morgenstunden des 19. Februar Felsbrocken aus der Wand. Mit ihnen stürzten Geröll, Erde und Bäume auf die Fahrbahn. Feuerwehr und Straßenmeisterei kümmerten sich unverzüglich um die Beseitigung, die Polizei sperrte die Straße ab.

Nach Beurteilung des Staatlichen Bauamts Bayreuth sei der Gefahrenbereich kurzfristig soweit gesichert worden, dass die Straße im Laufe des gestrigen Tages zumindest in Fahrtrichtung Marktredwitz wieder freigegeben werden konnte. Derzeit bemühe man sich, "die erforderlichen endgültigen Sicherungsmaßnahmen zu planen und geeignete Firmen für die Ausführung dieser Arbeiten zu beauftragen", damit der Verkehr schnellstmöglich wieder in beide Richtungen fließen kann.

Geologen untersuchen

Jedoch lasse sich momentan noch keine gesicherte Aussage dazu treffen, wie viel Zeit diese Sicherung in Anspruch nimmt. Zu deren Herstellung werde die B303 nochmals voll gesperrt werden müssen, schreibt das Bauamt. Unter anderem sollen Geologen das Gelände untersuchen. Sie gehören zur "Zentralstelle Ingenieurbau und Geo-Risiken" an der Landesbaudirektion in Nürnberg.

Für Himmelkron bedeutet das: Die Bundesstraße ist nach wie vor gesperrt. Zu spürbaren Verkehrsbehinderungen habe dies aber bis dato nicht geführt, heißt es vonseiten der Gemeindeverwaltung. Der Verkehr fließe über die ausgeschilderte Umleitung über die A9 relativ zügig ab. Wer nach Bad Berneck will, wird über die Anschlussstelle "Bad Berneck/Himmelkron" und weiter über die Abfahrt "Bindlacher Berg" geführt, danach über die Kreisstraße BT 46 sowie die Staatsstraße 2460. Die Umfahrung ist beschildert.

100 Kubikmeter Material

Bei dem Felssturz sind nach Angaben aus Bad Berneck etwa 100 Kubikmeter Material abgegangen. Dabei wurden auch einige der zum Schutz vor Steinschlag installierten Fangzäune beschädigt. Der Großteil des Gesteins blieb in dieser Sicherung hängen. Allerdings ragten Reste eines Baumes in die Fahrbahn, weswegen die Verbindung zunächst halbseitig gesperrt worden war. Als feststand, dass weitere Gefahren nicht ausgeschlossen werden können, erfolgte zunächst die Totalsperrung.