Meister Eder sucht in Kulmbach Schreinernachwuchs

1 Min
Laurenz Hofstetter von der Mittelschule Stadtsteinach wurde mit diesem Werkstück Sieger im 7. Kreativwettbewerb der Schreinerinnung. Foto: Stephan Herbert Fuchs
Laurenz Hofstetter von der Mittelschule Stadtsteinach wurde mit diesem Werkstück Sieger im 7. Kreativwettbewerb der Schreinerinnung. Foto: Stephan Herbert Fuchs
Schulleiter Alexander Battistella, Landrat Klaus Peter Söllner und Obermeister Jürgen Bodenschlägel von der Kulmbacher Scheinerinnung (von links) übergaben einen Trinkwasserspender an (weiter nach rechts) Doris Hörath und Katja Faust von der Mttelschule Mainleus. Foto: Stephan Herbert Fuchs
Schulleiter Alexander Battistella, Landrat Klaus Peter Söllner und Obermeister Jürgen Bodenschlägel von der Kulmbacher Scheinerinnung (von links) übergaben einen Trinkwasserspender an (weiter nach rechts) Doris Hörath und Katja Faust von der Mttelschule Mainleus. Foto: Stephan Herbert Fuchs
 

Die Kulmbacher Schreinerinnung freut sich über eine Rekordteilnahme am 7. Kreativwettbewerb. Laurenz Hofstetter siegt.

Kreativ, ideenreich, geschickt und feinfühlig - diese Eigenschaften sollte ein künftiger Schreiner mitbringen. "Gerade in Sachen Kreativität kann kaum ein Beruf mit dem Schreiner konkurrieren", sagt Alexander Battistella, Leiter des Beruflichen Schulzentrums in Kulmbach. Weil dort auch die Schreiner ausgebildet werden und das Landratsamt gerade Baustelle ist, fand der 7. Kreativwettbewerb der Schreinerinnung diesmal in der Aula der Schule statt.

Es mangelt an Fachkräften

Der Wettbewerb hat zwei Ziele. Er will Werbung für den nachhaltigen Werkstoff Holz und für das Schreinerhandwerk machen. "Wir haben in vielen Branchen schon einen Fachkräftemangel oder steuern geradewegs darauf zu", so Landrat Klaus Peter Söllner.

Der Wettbewerb fand deshalb unter dem Dach des Landkreises statt, weil der Kreis Sachaufwandsträger des Beruflichen Schulzentrums ist.

87 Teilnehmer

Insgesamt hatten an dem Wettbewerb so viele Teilnehmer wie nie zuvor mitgemacht, berichtete Schreinermeisterin Anja Rosenberger. Sie sprach von 87 Teilnehmern in 45 Gruppen. Die einen hatten ein Miniatursegelboot gebaut, die anderen einen Schminktisch, ansonsten war vom Brettspiel über einen dekorativen Garderobenspiegel bis hin zum extravaganten Regal alles dabei.

Bewertet wurden die eingereichten Modelle von einer Jury, zu der der neben Anja Rosenberger auch Michael Pfitzner vom Arbeitskreis "Schule und Wirtschaft", Ingrid Flieger und Rüdiger Köhler vom Landratsamt sowie Alexander Müller von der Bayerischen Rundschau gehörten.

Werbetrommel gerührt

Freilich versäumte es auch Anja Rosenberger nicht, die Werbetrommel für den Schreinerberuf zu rühren: "Die Stühle, auf denen ihr sitzt, die Betten, in den ihr liegt oder den Tisch von dem ihr esst, ohne den Schreiner würde es nichts davon geben."

Den Beruf des Schreiners zu erlernen, sei im wahrsten Sinne des Wortes eine Berufung, so Obermeister Jürgen Bodenschlägel. "Wir brauchen dringend Nachwuchs", lautete sein Appell.

Gelohnt hatte sich die Teilnahme für alle: Für den Sieger gab es 100 Euro auf die Hand, für die anderen zwischen Platz zwei und zehn Geldpreise und Gutscheine. Die Schule mit den meisten Teilnehmern erhielt einen Trinkwasserspender.

Ingrid Flieger hatte für alle Schulen noch einen ganz besonderen Preis: einen hochwertigen Fair-Trade-Fußball. Der Ball solle dokumentieren, dass Kulmbach auf dem Weg zum Fair-Trade-Landkreis ist. Nun sollen die Schule die Bälle erst einmal testen, bevor eine größere Anzahl davon für den Sportunterricht bestellt wird.

Schulpreis geht nach Mainleus

Sieger wurde übrigens Laurenz Hofstetter (13) von der Mittelschule Stadtsteinach, gefolgt von Simon Zeitler von der Mittelschule Mainleus und dem Dreierteam um Leon Wienarick, Melina Balzer und Miriam Dößel von der Carl-von-Linde-Realschule Kulmbach. Die meisten Teilnehmer kamen von der Mittelschule Mainleus.