• Marktschorgast: Alteingesessene Bäckerei Johannes hat geschlossen 
  • Inhaberin berichtet von Lichtblick für Stammkundschaft
  • Junger Mann ist Nachfolger - so geht es weiter 

Ende 2022 schloss die Bäckerei Johannes in Marktschorgast - Inhaberin Lydia Johannes ging in Rente. Die Backstube habe jedoch bereits einen neuen Nachfolger gefunden: Adrian Kießling wolle den Laden bald wieder öffnen. Im Gespräch mit inFranken.de erklärt er, weshalb dies allerdings noch einige Monate dauern wird. 

Bäckerei Johannes in Marktschorgast geschlossen: Nachfolger äußert sich zur Wiedereröffnung 

"Ich wollte mich eigentlich schon immer selbstständig machen, als ich gehört habe, dass Lydia aufhören will, habe ich sie gefragt, ob ich den Laden übernehmen könnte", erläutert Kießling. "Das war Zufall, er ist Bäcker und ich gehe in Rente", freut sich Johannes. Die ehemalige Bäckerei-Chefin erklärt: "Ich werde 70 Jahre alt, ich kann nicht mehr weitermachen, aber die Leute brauchen einen Bäcker."

Angesichts der aktuellen Energiekrise und Inflation, die bereits viele Handwerksbetriebe in die Knie gezwungen haben, äußert sich Johannes zu Kießlings Übernahmeplänen: "Alle Achtung, der traut sich was." Der junge Nachfolger erklärt, dass er bereits vor Beginn der Krisensituation den Entschluss gefasst habe, eine Bäckerei zu eröffnen und dieses Ziel trotz allem nicht aufgeben wolle: "Ich probiere es jetzt einfach mal."

Zurzeit werde die Backstube neu saniert, wann der Laden in Marktschorgast wieder öffnen soll, sei noch nicht klar: "Ich würde gerne ab Mai wieder aufmachen, aber ich weiß es noch nicht, man weiß ja auch noch nicht, wie das mit den Lieferzeiten für Küchengeräte und so weiter aussieht", so Kießling. Das genaue Eröffnungsdatum sei deshalb noch "schwer zu sagen". Der 26-Jährige sagt: "Das steht noch in den Sternen."

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