Bereits vor einem Jahr hatte Heidemarie Henning angekündigt, dass sie aus Zeitgründen die Kasse des Kunstvereins abgeben muss. Sie ist Gründungsmitglied und war von Anfang an für die Finanzen verantwortlich. In der Hauptversammlung am Mittwoch war nun eine Nachfolgerin gefunden: Dana Anders.


Greim und Morsch bleiben an der Spitze


Ansonsten wurde die Vorstandsmannschaft unverändert wiedergewählt. Vorsitzender Karl-Heinz Greim sowie seine Stellvertreterin blickten auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Cornelia Morsch stellte das Programm für 2017 vor.

Der Vorsitzende stellte fest, dass der Verein im vergangenen Jahr die 200-Mitglieder-Grenze überschritten hat. Er bedauerte zwar, dass der Kunstverein in Kulmbach seitens der öffentlichen Hand nicht allzu üppig unterstützt wird, sah aber in den tatsächlichen Hilfen den "besten Willen", den er auch in verschiedenen Gesprächen erfahren habe. Besonders hob Karl-Heinz Greim die Ausstellung im September hervor, die viel Aufmerksamkeit erfahren habe, wenn auch eine der Installationen von Susanne Hanus am Holzmarkt zerstört worden sei.

Ansonsten dankte er insbesondere seiner Stellvertreterin Cornelia Morsch, die er als Motor des Vereins bezeichnete.


Eine Chance für die Jugend


Kurz blickte Morsch auf die erste Ausstellung in diesem Jahr zurück, in der die Jugend eine Chance bekommen habe. In enger Zusammenarbeit mit dem Kunstunterricht am Caspar-Vischer-Gymnasium stellten Schüler des CVG ihre Arbeiten aus, die im ganz normalen Unterricht entstanden waren. Das P- und das W-Kunstseminar der Schule präsentierten im Atelier von Andreas Schobert im hinteren Teil der Oberen Stadtgalerie Künstlerbücher und Fotografien, die in über eineinhalbjähriger Arbeit entstanden waren. In der Galerie selbst waren Arbeiten der Klassen 5 bis 12 zu sehen. "Die Schüler waren nicht nur zur Ausstellungseröffnung da, sondern haben sich auch danach immer mal sehen lassen. Sie wissen jetzt zumindest, wo die Galerie ist", so Cornelia Morsch.

In der nächsten Ausstellung ab 15. März in der Galerie und im Badhaus werden laut Morsch wieder sieben Mitglieder aus dem Verein ihre Arbeiten präsentieren. Der Titel: "Schere, Stein, Papier". Außerdem werde es ab Mai und ab Dezember zwei offene Mitgliederausstellungen geben, dazu zwischen Juli und Ende November drei Einzelausstellungen sowie verschiedene Einzelaktionen wie Atelierbesuche und Kurse.


"Kaufplatz"-Fassade wird besprüht


Im September ist zudem ein Graffiti-Workshop geplant, bei dem das Gebäude des ehemaligen "Kaufplatzes" außen besprüht werden soll.

Mit weiteren Kunstvereinen möchte sich der Kulmbacher in nächster Zeit vernetzen: Mit dem neugegründeten in Bad Brückenau und mit Künstlern in Leipzig, mit denen Annemarie Henning seit einiger Zeit in Verbindung steht.

Vorsitzender Karl-Heinz Greim will sich zudem um die Vernetzung der regionalen Kunstvereine kümmern und versuchen, zunächst alle Vereinsvorsitzenden an einen runden Tisch zu holen.