Abschiedsschmerz wollte Pfarrer Traugott Burmann bei seinem letzten Gottesdienst in der Spitalkirche nicht aufkommen lassen. Stattdessen stellte er den Regenbogen als Zeichen für Gottes Bündnis mit den Menschen in den Mittelpunkt und sagte auf fröhliche Art und Weise: "Lebt wohl!"

Genau 21 Jahre lang bekleidete Burmann die zweite Pfarrstelle der Petrigemeinde. Er deckte nahezu alle Arbeitsgebiete ab, feierte Minigottesdienste und engagierte sich in der Kinder- und Jugendarbeit, übernahm die Konfirmandenausbildung und engagierte sich für Senioren. "Er hat sicherlich eine vierstellige Anzahl von Gottesdiensten gefeiert, hat viele Hochzeiten, Taufen und Beerdigungen gehalten", blickte Dekan Thomas Kretschmar zurück.

Sein berufliches Wirken habe Burmann nach dem Vikariat in Nürnberg nach Selb, Hilpoltstein und nach Kulmbach geführt. "Jetzt ist er frei. Er darf alles, muss aber nichts", sagte der Dekan und überreichte ihm die Entlassungsurkunde. Für Burmann übernehme künftig Pfarrer Jürgen Harder aus Hersbruck die zweite Pfarrstelle.
Burmann kündigte an, dass er erst einmal Abstand suchen werde. Doch er bleibe in Kulmbach und habe eine Wohnung in Petzmannsberg. Und nach der Auszeit sei es durchaus möglich, dass er sich wieder in einem Bereich seiner Wahl engagiere.

Für den Abschied hatte er sich einen fröhlichen Gottesdienst mit den Kindergartenkindern und dem Miniteam gewünscht. "Gott ist treu" war das Motto seines letzten Gottesdienstes. Die Kindergartenkinder gaben Impulse zur Arche-Noah-Geschichte. Das Miniteam hatte den Regenbogen und ließ - gemeinsam mit Kirchenmusikdirektor Ingo Hahn - die Tiere sprechen. Der Regenbogen wurde zum Symbol, dass Gott die Menschen nicht mehr verlässt.


Vieles wird bleiben

Nach dem Gottesdienst lud Burmann alle Weggefährten ins Martin-Luther-Haus ein. Dort bestand die Gelegenheit, sich persönlich von dem Pfarrer, der das Kulmbacher Gemeindeleben stets mit guter Laune und Fröhlichkeit ausgefüllt hat, und von seiner Frau Renate zu verabschieden. Es gab viele persönliche Worte zum Abschied. Doch alle waren sich einig: Vieles, was Pfarrer Burmann in 21 Jahren im Kulmbacher Gemeindeleben eingeführt hat, wird weiter bestehen bleiben.