Mehr Komfort für die Patienten, kürzere und strukturiertere Wege für die Mitarbeiter: Drei der Ziele, die mit dem größten Bauprojekt in der Geschichte des Kulmbacher Klinikums erreicht werden sollen. Über 120 Millionen Euro fließen in den nächsten acht Jahren in die Erweiterung und Renovierung des Hauses. Erste Maßnahme ist der Neubau Süd, für den am Mittwoch mit dem Spatenstich der offizielle Startschuss gegeben wurde.


Das neue Konzept

Der Neubau Süd wird bei Kosten von 46 Millionen Euro mit fast 34 Millionen Euro vom Freistaat gefördert. Dieser setze auf den Ausbau der medizinischen Versorgung auf dem Land, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). Huml erinnerte daran, dass das ursprüngliche Bauvorhaben nicht so umfangreich war und "nur" mit 14,6 Millionen Euro gefördert worden wäre.



"Ein Meilenstein"

Es sei richtig gewesen, die Planungen 2015 zu stoppen und ein neues Konzept zu erstellen. Ein wesentlicher Unterschied sei, dass beim "großen Wurf" der gesamte Pflegebereich einbezogen werde. Auch architektonisch, davon zeigte sie sich überzeugt, werde ein Zeichen gesetzt. Das Projekt sei ein Meilenstein für die medizinische Versorgung in der Region.


Nur noch Ein- und Zwei-Bett-Zimmer

In den vier Obergeschossen ist Platz für 193 Betten in Ein- und Zwei-Bett-Zimmern. Denn nicht nur auf dem medizinischen Gebiet wolle man höchsten Standard bieten, sondern auch in Sachen Komfort, sagte Zweckverbandsvorsitzender Landrat Klaus Peter Söllner (FW). Auch die Mitarbeiter würden profitieren, weil die Behandlungsräume näher an die Bettenstation heranrückten. Die Erweiterung sei auch Folge der Expansion, die das Haus in den vergangenen 15 Jahren erlebt habe.


Dank an Ministerin Huml

Wie der Landrat dankte auch OB Henry Schramm (CSU) Melanie Huml. Die Ministerin sei Fürsprecherin für das Investitionsprogramm gewesen, mit dem das Klinikum in eine gute Zukunft geführt werde.
Den kirchlichen Segen erteilten dem Bauvorhaben die beiden Pfarrer Michal Osak und Holger Fischer.

Das wird der Neubau Süd:


Erdgeschoss
Der Neubau erhält im Erdgeschoss Flächen für das neue "Elektive Behandlungszentrum" (stationäre Aufnahme). Auch die Urologie und Unfallchirurgie ziehen dort ein.

Obergeschosse
In den vier Obergeschossen entstehen Pflegestationen mit 193 Betten in Ein- und Zweibettzimmern - damit kann die Aufstockung der Bettenzahl um 30 verwirklicht werden.

Erstes Untergeschoss
Hier werden Räume für die Hygieneabteilung und EDV-Abteilung sowie Konferenzräume geschaffen.
Zweites Untergeschoss Im zweiten UG erfolgt eine Erweiterung der MRT-Abteilung - auch das Labor wird dort ganz neu gebaut.

Drittes Untergeschoss
Im dritten UG werden interne Park- und Technikflächen geschaffen.