Die Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner hat am Freitagnachmittag mitgeteilt, "dass der Bahnhof Kulmbach auf der Vorschlagsliste Bayerns für das neue Bundesprogramm in die Kategorie "Priorität A" eingestuft wurde.

Nachdem der bayerische Bauminister Hans Reichhart bei seinem Besuch in Kulmbach seine Unterstützung zugesichert habe, sei Kulmbach nun offiziell beim Bundesverkehrsministerium für ein neues Förderprogramm für die Herstellung von Barrierefreiheit an Bahnhöfen gemeldet, so die CSU-Politikerin. Dabei habe sich Bayern nur auf einige ausgewählte Bahnhöfe beschränkt. "Deswegen ist es ein Erfolg, dass Kulmbach dazugehört."

"Kulmbach passt genau rein"

Seit langem setze sie sich für die Barrierefreiheit am Bahnhof ein. "Die Schwierigkeit war immer, dass Kulmbach bei den Förderprogrammen des Bundes die Kriterien nicht erfüllt hat. Mal war er zu klein, mal zu groß", so die Abgeordnete. Deswegen habe sie sich schon in den Koalitionsverhandlungen dafür eingesetzt, "dass wir ein Programm auflegen, das die mittleren Bahnhöfe fördert". So würden nun Bahnhöfe ausgewählt, die zwischen 1000 und 4000 tägliche Zustiege haben. "Hier passt Kulmbach genau rein."

Bis Ende Februar müssen alle Bundesländer ihre Bahnhöfe im Verkehrsministerium gemeldet haben. Von da aus werden die gemeldeten Einrichtungen an die Deutsche Bahn zu einer weiteren Überprüfung weitergeleitet. Danach wird im Bundesverkehrsministerium entschieden, welche Bahnhöfe eine Förderzusage erhalten.

"Ich werde hier nicht locker lassen"

"Ich bin bereits jetzt mit allen Entscheidungsebenen im Gespräch und werde mich dafür einsetzen, dass der Bahnhof Kulmbach nun endlich barrierefrei wird. Wir haben hier gute Argumente auf unserer Seite, denn Kulmbach ist zukünftig Universitätsstandort und schon jetzt ein wichtiger wirtschaftlicher Standort für die ganze Region. Ich werde hier nicht locker lassen", versichert Zeulner.

Barrierefrei leben - hier gibt es Hilfe und Kontaktadressen für Betroffene