"Alessandro's Hüpfburgenland" gastiert gerade in Kulmbach. Inhaberin Vivien Siebert muss sich hier mit einem im Internet veröffentlichten Erfahrungsbericht in verurteilenden Worten auseinandersetzen, der hohe Wellen schlägt.
- "Alessandro's Hüpfburgenland" momentan in Kulmbach
- Unzufriedener Gast postet Kritik: "Spart euch den Weg"
- Schattenplätze, Musik, Sicherheit: Inhaberin verteidigt Park
- Anwalt kontaktiert: Besucherzahlen nach Kritik gesunken
Noch bis Sonntag (4. Juni 2023) ist "Alessandro's Hüpfburgenland" an der Möbel-SB-Halle in Kulmbach zu finden. Sieben Hüpfburgen und Verpflegung sollen Familien eine schöne Zeit bescheren. "Wir haben so viele nette Leute, die zwei und dreimal kommen", sagt Inhaberin Vivien Siebert. Doch einige unzufriedene Gäste machten ihr gerade das Leben schwer. "Ich weiß gar nicht weiter", sagt sie und bekommt die Macht des Internets zu spüren.
Gast wettert gegen "Alessandro's Hüpfburgenland" in Kulmbach - "Unverschämtheit"
"Spart euch den Weg und das Geld", postet ein Mann an die Eltern am Samstag (27. Mai 2023) in einer lokalen Facebook-Gruppe. "Selbst der schlimmste Analherpes ist besser als diese Veranstaltung", so seine heftige Attacke. Nur eine der Hüpfburgen sei "in der Lage, genug Luft zu halten, damit man überhaupt richtig hüpfen kann". Alles sei "dreckig", die "Schlagermukke" zu laut und es gebe mit einem Pavillon nur einen Schattenplatz. Auch vermisse er Gummimatten "in puncto Sicherheit". 24 Euro für zwei Erwachsene mit zwei Kindern sieht er zusammenfassend als "Unverschämtheit" an. Zum Schluss gibt er an: "Naja, die Kinder haben wenigstens ihren Spaß."
Siebert habe kürzlich vor Ort Kontakt mit einer unzufriedenen Familie mit drei Freunden gehabt, berichtet sie - eine der wenigen negativen persönlichen Rückmeldungen, die sie bisher erhalten habe. Hierbei sei eine geringe Anzahl an Pavillons angesprochen worden. Siebert habe der Familie eine Rückerstattung des Eintritts angeboten, doch das habe diese nicht gewollt, sagt sie. Siebert fügt hinzu: "Es ist von außen einsehbar, was man bekommt." Zudem habe sie für Kulmbach extra neue Pavillons gekauft. Doch zwei Stück seien aufgrund von stürmischem Wetter kaputtgegangen, sodass diese nicht mehr aufgebaut werden könnten.
Hinzukomme, dass die Stromversorgung am Kulmbacher Standort aus ihrer Sicht nicht optimal sei. "Wir sind vom 8. bis zum 18. Juni in Pegnitz, da haben wir besseren Strom und stellen zehn Hüpfburgen auf." Auch die Unzufriedenheit mit den Eintrittsgeldern könne sie nicht verstehen. "Wir haben hier von vorneherein die Preise angepasst. Normalerweise betragen sie für Kinder zehn, für Erwachsene fünf Euro. Hier zahlen Erwachsene nur zwei und Kinder von zwei bis drei Jahren nur noch fünf Euro, weil wir hier nicht so viel anbieten können."
Hüpfburgen-Betreiberin verzeichnet nach Kritik sinkende Besucherzahlen - "weiß gar nicht mehr weiter"
Mit der Musik könne man es aus ihrer Erfahrung auch "keinem recht machen". Zunächst habe sie Kinderlieder abgespielt, was manchen Eltern missfallen habe. "Dann bin ich auf ein Medley aus Schlager-Party-Musik umgestiegen. Auf Stufe drei von 30." Zudem gebe es keine Regel, Gummimatten vor die Hüpfburgen zu legen. "Ich kenne niemanden, der das hat. Wir haben Teppiche, auf denen Kinder ihre Schuhe ausziehen können."
Dann zählt sie das Speisenangebot auf: Es gebe Pommes, Süßigkeiten, Slush-Eis, Popcorn, Zuckerwatte und Getränke. Auch zu den "dreckigen" Burgen hat sie eine Antwort: "Wir sind eine Außenveranstaltung, es sind Blütenpollen unterwegs." Da könne man nichts gegen machen. Auch die Kritik an zu wenig Luft in den Burgen könne sie nicht verstehen. Wenige "extra große Hüpfburgen" seien auch für Erwachsene geeignet, aber eben nicht alle.
Auf Besucher mit solch einem Wortschatz (öffentlicher Post!) kann man denke ich getrost verzichten... Er sagt ja selbst, den Kindern hat es gefallen. Vermutlich gab es nicht genug Bier um seinen Standard zu halten.. Es ist eben leider so dass solche Angebote keine 5 Sterne Erlebnisse sind, es steht aber jedem frei einfach nicht hin zugehen.