Die SPD Stadtsteinach hatte am Wochendende zu einem "Treffen an der Feuertonne" in den Stadtpark eingeladen. Es ging um die gefällten Bäume, aber auch um die Frage, wie sich der Stadtpark weiterentwickeln kann. Es gebe einige Ideen, die möglicherweise sogar durch Mittel aus der Städtebauförderung mitfinanziert werden könnten, spekulierte Bürgermeister Roland Wolfrum.


Besitzer ist verantwortlich

"Schön ist es nicht, aber wir müssen damit leben", sprach er die momentane Situation an. Der Hang neben dem Stadtpark gehöre zur Kunstmühle, und deren Besitzer könnten frei darüber verfügen, auch über die Bäume, die darauf wachsen. Im konkreten Fall sei die "Partheimühle" allerdings in einer Zwickmühle: Deren Besitzer seien auch für Gefahren verantwortlich, die von ihrem Land, im speziellen Fall von den hohen Bäumen, ausgehen. Erlen, Eschen und Pappeln seien ab einem bestimmten Alter von einem Pilz befallen, durch den sie instabil würden. "Dass der Partheimüller dieses Risiko nicht eingehen will, dafür muss man Verständnis haben", so Wolfrum, der feststellte, dass die Abholzaktion mit Forstleuten vorab besprochen worden ist.


Weitere Bäume fallen

Laut Wolfrum sollen aus dem gleichen Grund weitere Bäume am hinteren Bereich des Stadtparks fallen. Die Stadt werde den Besitzer bitten, dort behutsamer vorzugehen und nur die akut befallenen Bäume zu fällen.
Vertreter von SPD, ProStadtsteinach, Bund Naturschutz und Frankenwaldverein nahmen das Treffen zum Anlass, um sich Gedanken über die Weiterentwicklung des Stadtparks zu machen. Auf dem Areal zwischen Kellerweg, Hammergrundstraße und dem TSV-Gelände befinden sich auf befestigten Rondellen Sitzgelegenheiten sowie eine Boccia-Bahn. Schon länger favorisiert wird der Bau eines Kneippbeckens, für das man ein Seiten-Rinnsal des Mühlbachs "anzapfen" könnte . Bürgermeister Wolfrum hat für den hinteren Bereich des Stadtparks auch ein umzäuntes Spielfeld im Kopf, wie es die Stadt Kulmbach auf dem Spinnereigelände realisiert hat.


Ein Mehrgenerationenpark?

SPD-Stadtrat Wolfgang Hoderlein warb für eine Öffnung des Stadtparks hin zum Sportgelände. "Das geht mit wenig Aufwand." Es gehe auch darum, die ehemalige Schulsportanlage hinter dem TSV-Spielfeld öffentlich zugängig zu machen. Derzeit wird sie nicht genutzt. Hoderlein zufolge war dort mal ein Beachvolleyball-Feld angedacht. Er wünscht sich auf der Fläche einen Mehrgenerationenpark. Ein Schild hat er schon anfertigen lassen.