Nicht nur beim Lehrer zuschauen, sondern auch selbst spannende Experimente durchführen - dieser Wunsch hat sich für die Schüler der Carl-von-Linde-Reaschule erfüllt. Die Räume des naturwissenschaftlichen Fachbereichs wurden in den vergangenen beiden Jahren von Grund auf saniert und mit modernster Technik ausgestattet. Knapp 400.000 Euro wurden dafür aufgewendet, die Hälfte davon allein für die technische Ausstattung.
Eine Fülle neuer Möglichkeiten ergibt sich dadurch für den täglichen Unterricht in den Fächern Physik, Chemie und Biologie - "vor allem mehr Praxis für die Schüler", freut sich Schulleiterin Monika Hild.

Zeigen, was Investitionen bringen

Sie ist dem Landkreis als Sachaufwandsträger dankbar für die Investitionen und bedankte sich auf ungewöhnliche Weise: Gemeinsam mit ihren Fachlehrerkollegen lud sie die örtlichen Mandatsträger, Ministerialbeauftragten Heinrich Hausknecht, Elternbeiräte und weitere Ehrengäste zu einer Präsentation in die Schule ein. Die Gäste durften nicht nur die neuen Räume und die Hightech-Ausstattung bewundern, sondern auch selbst in die Rolle der Schüler schlüpfen und Experimente durchführen. Ein dickes Lob für ihr Engagement zollte Landrat Klaus Peter Söllner den Lehrkräften. "Das Geld, das wir hier investieren, ist gut angelegt."

Digitale Tafel ohne Kreide

Matthias Höhn, Susanne Schaffer und Jürgen Feulner, die Fachbetreuer für Physik,Chemie und Biologie ließen Keramik schweben, Luftballons schrumpfen und Rosen sekundenschnell gefrieren. Im Übungsraum für Physik und Chemie stehen jeder Arbeitsgruppe Gas-, Elektro- und Internetanschluss zur Verfügung.

Ein Stück Kreide braucht der Lehrer von heute nicht mehr. Im neuen digitalen Klassenzimmer wird alles Wissenswerte über das Smart-Podium vermittelt. Am Computer-Bildschirm wird mit einem Spezialstift notiert, was wie von Zauberhand auf der Tafel erscheint. Die Schaltzentrale hat Internet-Anschluss, und als Zubehör gibt es eine leistungsstarke Mini-Kamera, mit der ein Blick durchs Mikroskop für alle an der Tafel sichtbar wird.
Bei so viel Hightech bleiben nicht mehr viele Wünsche offen: Nur der Chemie-Lehrsaal muss noch modernisiert werden und braucht dringend eine neue Lüftungsanlage. Spätestens 2014 wird mit dieser Maßnahme das Sanierungspaket abgerundet, versprach Landrat Söllner.