Seit Herbst läuft das Neubau- und Modernisierungsprojekt der Hartsteinwerke Schicker im Werk Kupferberg. Im November wurde die alte untere Bandbrücke über die Bundesstraße 289 vom Bruch hinüber zur Aufbereitungsanlage abgehoben, wofür bereits eine Vollsperrung erforderlich war.
Jetzt waren die Arbeiten soweit gediehen, dass am Samstag die neue Bandbrücke mit einer Länge von 65 Metern und einem Gesamtgewicht von 79 Tonnen aufgelegt werden konnte. Erforderlich war dafür ab 7 Uhr früh wiederum eine ganztätige Sperrung der darunter durchführenden Bundesstraße.
Zum Einheben der Bandbrücke platzierten sich ab 7 Uhr zwei Schwerlastkräne der Firma Merkel aus Bamberg auf der Fahrbahn. Es dauerte bis 10 Uhr, bis sie die am Boden neben der Aufbereitungsanlage montierte Bandbrücke langsam anzuheben begangen, um sie in luftiger Höhe auf die neuen Auflagen in Stellung zu bringen.
Es war sehenswert, wie beide Kranführer behutsam und mit Fingerspitzengefühl das Bauteil drehten, in die unterschiedliche Auflagehöhe rechts und links der Bundesstraße brachten und exakt in den Auflagen platzierten.
Beim Kommando "Liegt!" kam leiser Beifall auf und alle Verantwortlichen atmeten zufrieden durch. "In den nächsten Wochen wird nun die Firma Elma aus Eschenbach die restlichen Arbeiten erledigen, damit die Aufbereitungsanlage baldmöglichst wieder voll produzieren kann", sagte Technischer Leiter Michael Weidemann. gemeinsam mit seinem technischen Assistenten Florian Nitsch blickt er optimistisch ins laufende Jahr.


Umleitung war kein Problem

Die großräumige Umleitung erfolgte von der B 289 ab Marktleugast über die Kreisstraße 13 Neuensorg, Tannenwirtshaus und Guttenberg bis zur B 303/B 289 bei Untersteinach und Ludwigschorgast sowie umgekehrt. Sie war bereits zu Beginn der vergangenen Woche großflächig angekündigt worden und alle Verkehrsteilnehmer konnten sich rechtzeitig darauf einstellen. Es kam auch am Samstag zu keinerlei Verkehrsproblemen! Lediglich für die Rettungsfahrzeuge, Polizei und den Winterdienst bestand in dringenden Fällen eine Durchfahrtsmöglichkeit über das Werksgelände, wurde aber nicht in Anspruch genommen.
Die ganztätige Sperre wurde am Samstag auch gleich mitgenutzt, um nötige Baumfällarbeiten entlang der Bundesstraße in Kupferberg und Ludwigschorgast durchzuführen.
Bemerkenswert ist noch, dass die Kupferberger die Verkehrsruhe in der Ortsdurchfahrt genossen und reichlich nutzten, um sich ab dem Ortsende zu Fuß auf den Weg hinunter zum Steinbruch zu machen und die spektakulären Arbeiten beim Einbringen der neuen Bandbrücke aus der Nähe zu beobachten. Man kam sich vor wie zu Zeiten der Ölkrise, als jedermann bei den Tagen des Fahrverbotes gefahrlos auch der Fahrbahn schlendern und plauschen konnte. Ab 16.30 Uhr war dann alles wieder auf dem Gelände der Hartsteinwerke Schicker und entlang der B 289 abgebaut und die Fahrbahn gereinigt, so dass die Strecke wieder gefahrlos befahren und für den Verkehr freigegeben werden konnte.