Einen ganzen Tag lang wandern, dabei fantastische Ausblicke genießen und unterwegs rundum versorgt werden - das ist das Konzept des Frankenwald-Wandermarathons rund um Kulmbach. Auf der knapp 43 Kilometer langen Strecke erwartet die Teilnehmer am 30. April ein ganz besonderes Naturerlebnis, bei dem für unterhaltsame Zwischenspiele ebenso gesorgt ist, wie für Rundumversorgung mit Essen und Getränken.

Zu den Wanderbegeisterten, die bei der Verlosung leer ausgingen, gehört Christine Eßer-Böhner aus Kulmbach. Drei Mal hat sie schon den Frankenwald-Wandermarathon absolviert und wäre auch heuer in ihrer Heimatstadt gerne dabei. "Eineinhalb Stunden saßen wir vor dem Rechner, haben es geschafft uns anzumelden, bevor alles zusammengebrochen ist, bekamen dann aber trotzdem eine Absage. Das ist sehr schade", bedauert die 62-Jährige.


Außer Konkurrenz am Start


Entgehen lässt sie sich die Tour trotzdem nicht und wandert "außer Konkurrenz" mit. "Das kann mir ja keiner verbieten." Das will auch niemand, betont Markus Franz. Auch er bedauert, dass er vielen Interessierten Absagen schicken musste, "aber wir können den Rundum-Service in dieser Qualität nur für eine begrenzte Teilnehmerzahl stemmen." Selbstverständlich dürfe aber jeder in Eigenregie auf die Strecke - ohne Anspruch auf Verpflegung und Extras.

Gerade das außergewöhnliche Serviceangebot macht allerdings das besondere Wandervergnügen dieses Tages aus. Christine Eßer-Böhner bekommt leuchtende Augen, wenn sie von den bisherigen Touren erzählt. "Es waren immer sehr schöne Strecken. Man lernt neue Landschaften in der Umgebung kennen und muss fast nichts mitnehmen, weil man unterwegs immer bestens versorgt wird."


Lustig und immer gut versorgt


Das fängt schon beim Starterpaket an, das Praktisches und Schönes vereint. Christine Eßer-Böhner hat die Sachen aufgehoben: ein faltbarer Trinkbecher für die Getränke-Stationen spart Müll, ein Schlauchtuch ersetzt Mütze oder Schal.

"Außerdem wird man an den verschiedenen Stationen gut unterhalten", erzählt die Kulmbacherin. Besonders witzig fand sie die Aktionen der Frankenwald-Weiber. So bekam sie vor zwei Jahren ein kleines gestricktes Söckchen als Schlüsselanhänger geschenkt. "Wer es dann letztes Jahr nicht mehr dabeihatte, bekam mit einem Reisigbesen den Popo versohlt."

Wandern ist für die Kulmbacherin die perfekte Entspannung: "Bei der Bewegung in der Natur kann ich Kraft tanken, wenn es mir schlecht geht, mich richtig erholen. Es gibt immer etwas zu sehen, zu hören und zu riechen."
Die Marathon-Strecke sei schon eine große Herausforderung, "aber machbar, wenn man regelmäßig läuft". Christine Eßer-Böhner läuft gerne Etappen des Jakobswegs: "20 oder auch mal 25 Kilometer sind für mich kein Problem." Sehr positiv findet sie den Shuttle-Service zwischen den Stationen. "Ich habe das nicht gebraucht, aber es ist beruhigend zu wissen, dass man auch dann ans Ziel kommt, wenn die Kräfte nicht reichen."

Die wandererfahrene Kulmbacherin hat einen Tipp für alle, die sich - mit oder ohne offiziellen Startplatz - am 30. April auf die XXL-Strecke begeben: "Bloß nicht zu schnell starten! Jeder sollte die Strecke in seinem Tempo laufen und nicht versuchen, sich an andere anzupassen, die schneller sind. Ich lasse es immer ruhig angehen und setze lieber am Schluss noch was drauf, wenn die Kraft reicht."


Aktion: Fotos für alle


Besonders in Ehren hält sie den Ausdruck ihrer individuellen Zeitungsseite - eine Aktion vom Fränkischen Tag in Kronach im Jahr 2014. Heuer ist die Bayerische Rundschau in Kulmbach Medienpartner des Wandermarathons, und die Teilnehmer dürfen sich wieder auf eine besondere Aktion freuen: Viele Fotografen sind im Einsatz und werden auf der Strecke reichlich Bilder machen. Diese gibt es dann kostenlos zum Download im Internet.
Dafür, dass beim Wandermarathon alles rund läuft, sorgt ein großes Team an engagierten haupt- und ehrenamtlichen Helfern. "Vor, während und nach der Veranstaltung sind das sicherlich mindestens 150 Personen sein", so Markus Franz. "Mit all diesen Helfern steht und fällt die Veranstaltung."

Ein großes Lob spricht der Organisationsleiter dem Team des Tourismus- und Veranstaltungsservice der Stadt Kulmbach aus: Sie sind mit Begeisterung dabei, zuverlässig und engagiert bei allem, was zu tun ist, und echt ein toller Ausrichter-Partner!"



Frankenwald-Wandermarathon


Start 30. April, 7 Uhr, Dr.-Stammberger-Halle. Mit der Rückkehr der letzten Wanderer wird gegen 20.30 Uhr gerechnet.

Strecke 42,8 Kilometer, 900 Höhenmeter

Teilnehmer 600

Erlebnisse An 17 Stationen werden die Wanderer unterwegs unterhalten. Die Teilnehmer dürfen sich auf Musik und andere Überraschungen freuen.

Verpflegung 14 Stationen sorgen dafür, dass die Wanderer unterwegs reichlich mit Getränken, Herzhaftem, Süßem und Fruchtigem versorgt werden.


Weitere Infos zum Wandermarathon gibt es hier.