An das Jahr 2021 werden wir uns lange zurückerinnern. Da bin ich mir sicher. Es ist ja durchaus so einiges geschehen, im Großen wie im Kleinen. Angesichts der vorweihnachtlichen Temperaturen der letzten Tage und des damit unweigerlich näher rückenden Jahreswechsels wird es Zeit, ein erstes - persönliches - Fazit zu ziehen.

Klima, Kriege, Kanzlerin

Weil über Klimakatastrophen, Kriege und Kanzlerin-Abschied schon genug geschrieben wurde und wird, beschränke ich mich mit einem Blick in unseren beschaulichen Garten, denn dort haben die Wetterkapriolen manches durcheinandergewirbelt.

Wie habe ich mich im Frühsommer tierisch gefreut, als sich die Bienen und Hummeln scharenweise auf die Blüten stürzten. Da war was los. Doch mit jedem Tropfen Regen mehr übernahmen andere, durchaus ebenfalls nützliche, aber einfach irgendwie eklige Viecher das Kommando. Abertausende Kellerasseln machten sich über unser neu angelegtes Hochbeet her. Wirklich nicht schön, diese vielbeinigen Kreaturen, die irgendwann auch den Weg ins Haus fanden. Seit einigen Wochen haben sich Ohrenhöhler dazugesellt, die sogar in Hosenbeine und verschlossene Schränke vordringen. Muss ich nicht haben.

Na, Mahlzeit

Aber es kommt noch besser. Kaum hatten wir uns an ein paar niedliche Mäuse auf der Terrasse und an zwei Kröten im Lichtschacht gewöhnt, waren die auch schon wieder verschwunden, stattdessen entdeckten wir in der Kräuterspirale unterm Balkon eine offenbar gut gesättigte Ringelnatter. Na, Mahlzeit, dachte ich. Seitdem fürchten wir um die süßen Goldfische im kleinen Teich daneben.

Unlängst wurde es spätabends laut im Haus. Meine Frau schrie Richtung Schlafzimmer, dass ich mir diese Spinne unbedingt anschauen müsse. Ein Kawenzmann so groß wie ein Handteller, so etwas hätte ich noch nicht gesehen. Muss ich auch nicht, antwortete ich und zog die Zudecke über den Kopf - der Staubsauger störte mich dann doch beim Einschlafen.