Was genau geplant ist, wurde bei einem Pressegespräch vorgestellt.

Unter der E-Mail-Adresse werden Ideen und Anfragen gesammelt und beantwortet. Verantwortlich dafür zeichnen Bürgermeister Frank Wilzok (CSU) sowie Natalja und Ursula Kausich aus Danndorf, die sich privat in der Flutopfer-Hilfe engagieren. Wilzok war mit dem BRK schon zwei Mal im Überschwemmungsgebiet Altenahr. Die beiden Frauen - Mutter und Tochter - haben einen Transport mit Hilfsgütern organisiert und waren bei der Fahrt ins Katastrophengebiet mit dabei. Unter anderem brachten sie auch ein aus Spenden finanziertes Notstromaggregat in die zerstörte Region.

Was sie dort zu sehen bekamen, beeindruckte alle nachhaltig. So nachhaltig, dass Wilzok sich an Oberbürgermeister Ingo Lehmann (SPD) gewandt und vorgeschlagen hatte, seitens der Stadt eine "dauerhafte Unterstützung für das Ahrtal in Rheinland-Pfalz" zu etablieren.

Damit stieß er bei Lehmann auf offene Ohren. Wie der Oberbürgermeister erklärte, waren bereits viele Kulmbacher in den Hochwassergebieten im Westen im Einsatz. "Die Hilfsbereitschaft ist bewegend", sagte er. Dazu wolle die Stadt nun ebenso einen Beitrag leisten und ein Zeichen setzen.

Dass jede Hilfe willkommen ist, versicherte die Bürgermeisterin der Gemeinde Altenahr, Cornelia Weigand, die dem Pressegespräch per Videokonferenz zugeschaltet war. Konkret vorgeschlagen wurde schon die Unterstützung bei der Weinlese, die "den Grundstein für den Wiederaufbau" in den betroffenen Gebieten darstelle. "Wir würden uns sehr freuen, wenn sich Leute finden, die sich auch trauen, in die Steillagen zu gehen", erklärte die Bürgermeisterin.

Auch Benefizveranstaltungen von Kulmbacher Künstlern zugunsten der Flutopfer sind denkbar. Vielleicht entwickelt sich sogar eine Städtefreundschaft, wollte Wilzok nicht ausschließen.