In Zeiten, in denen der Sprit trotz der groß angekündigten "spürbaren Senkung" zum Monatsbeginn sogar noch mehr kostet als Ende Mai, macht selbst das Rasenmähen keine richtige Freude mehr.

Über zehn Euro fürs Rasenmähen

Über zehn Euro für die Füllung des Fünf-Liter-Kanisters habe ich abgedrückt - ich musste es tun, weil mein im Spätherbst mit weiser Voraussicht angelegter Notvorrat aufgebraucht und das Gras schon ziemlich hoch war.

Beim monotonen Brummen des Zwei-Takt-Motors habe ich Zeit zu sinnieren, auch über die rätselhaften Dinge des Lebens. Etwa eben über jene Oberbedenkenträger, die in der Nacht zum 1. Juni ein Chaos an den Tankstellen befürchteten angesichts der bevorstehenden Schnäppchenpreise an den Zapfsäulen. Hab' ich gelacht.

So flexibel wie einbetonierte Gummistiefel

Das Chaos gab es stattdessen auf manchen Bahnhöfen in der Region. Das 9-Euro-Ticket war so verlockend, dass viele gleich zuschlugen - genau das war ja auch die Absicht der Regierung. Toll. Nur schade, dass die Deutsche Bahn so flexibel ist wie ein einbetonierter Gummistiefel.

Am Bamberger Bahnhof - selbst erlebt - standen am Dienstag früh viele, nein sehr viele Menschen, um in den Zug Richtung Würzburg zu steigen. Und der fuhr dann mit einem Waggon weniger ein als üblich. Sie lesen richtig: Der Zug war kürzer als sonst. Da fehlten selbst mir die Worte. Wobei, pünktlich war er immerhin.

Steht E etwa für Egoismus?

Einen Aufreger habe ich noch, auch wenn er mich - momentan - noch nicht betrifft. Warum, frage ich mich, stellen die Besitzer von E-Autos ihre Kisten kostengünstig und zentral an Ladesäulen ab, wenn sie ihr Gefährt gar nicht betanken wollen. Was soll diese Blockade? Oder steht E etwa für Egoismus?