Die "Party im Nirgendwo" geht in die nächste Runde. Am Samstag, 15. Juli, steigt das DJ-Festival im Thurnauer Land - zum inzwischen dritten Mal. Diesmal auf einer grünen Wiese, die sich an der KU 7 zwischen Alladorf und Tannfeld an der Abzweigung in Richtung Lochau befindet.

Ein Veranstaltungsgelände zu finden, gestaltet sich Jahr für Jahr schwierig. Das Areal zwischen den Windrädern bei Tannfeld, auf dem die große Fete für Freunde elektronischer Musik 2016 stattgefunden hat, stand nicht mehr zur Verfügung. Die Jagdgenossenschaft hatte ihr Veto eingelegt. "Wir haben bei der Suche nach einem neuen Standort mehrere Flächen ins Auge gefasst, konnten uns letztlich mit den Grundstückseigentümern bei Lochau einigen", sagt Jonas Hübsch, der die "Party im Nirgendwo" federführend mit organisiert.


Neuer Ort, neues Glück?

Neuer Veranstaltungsort, neues Glück? Jonas Hübsch macht keinen Hehl daraus, dass die Auflage 2016 ein Verlustgeschäft war. Eine zweite Bühne, die nicht nötig gewesen wäre, Abstimmungsprobleme zwischen den Helfern und die hohen Kosten für Security und Bus-Shuttle hat der 22-Jährige als Gründe für den fehlenden wirtschaftlichen Erfolg ausgemacht.

Auf den Bus-Shuttle kann 2017 verzichtet werden. Denn der 1,5 Hektar große Parkplatz grenzt diesmal direkt an das Veranstaltungsgelände an. Mit bis zu 4000 Besuchern war im Vorjahr gerechnet worden. Knapp 2000 kamen. Diesmal ist die Besucherzahl auf 1500 begrenzt.


Weniger Auflagen

"Wir müssen so weniger Auflagen erfüllen, brauchen zum Beispiel weniger Security-Personal", erklärt Hübsch, der zuversichtlich ist, dass diesmal nach der Party kein böses Erwachen beim Kassensturz folgt. "Wir wissen, was 2016 falsch gelaufen ist, und hoffen, daraus die richtigen Lehren gezogen zu haben."

Nach Einsparpotenzialen wurde eifrig gesucht. "Gespart wird aber nicht an der Bühne und bei der Musik", versichert Hübsch, der mitteilt, dass beispielsweise die Bühne, die im Vorjahr 21 Meter breit war, noch größer wird. Auch die Ton- und Lichttechnik würden verbessert. "Wir haben da professionelle Leute mit im Boot. Wir haben heuer auch eine Leinwand mit einem großen Beamer. Wir bieten eine richtige Show", so der 22-Jährige.

War im Vorjahr DJ Van Gogh mit von der Partie, der auch bei "Tomorrowland" auflegt, so werden in diesem Jahr Marc Dekota ("Instance of Time"), Moestwanted ("World Club Dome") sowie das Duo "Blankenheim" und "Lumor" den Besuchern einheizen. "Wir haben zehn DJs gebucht", sagt Hübsch, der bei der "Party im Nirgendwo" wieder auf 50 Helfer zurückgreifen kann.