Auch bei strömenden Regen kann man nach Herzenslust einkaufen. Bewaffnet mit Schirm und großen Taschen nutzten die Kulmbacher den verkaufsoffenen Sonntag zur Shopping-Tour. Ob Kleidung, Bücher oder andere Waren - der Kauflaune konnte das Regenwetter nichts anhaben.

Der traditionelle Flohmarkt hingegen fiel sprichwörtlich ins Wasser. Denn viele Kinder und Familien bauten ihre Stände gar nicht erst auf. Diejenigen, die es trotzdem wagten, versuchten alles, um die Waren vor dem Regen zu schützen.

Unter der Plastikfolie

Heike Leutheuser-Förster konstruierte eine Komplettabdeckung aus Plastikfolie. "Die Spielesammlungen und Puppen dürfen nicht nass werden", sagte sie. Leider hatte sie keinen Pavillon. Besser hatte es da schon Nicolina Popp. Sie verkaufte die ausrangierten Babysachen ihrer Schwester und harrte geschützt aus. "Das Geschäft geht gar nicht so schlecht", meinte Popp. Schon in der ersten halben Stunde fanden die Babyklamotten reißenden Absatz. Auch Anne von Weth hielt Ausschau nach schöner, gut erhaltender Kleidung. "Welche Größe hat denn der Skianzug?", fragte sie. Ihr hatte es ein Anzug mit Dinomotiv angetan.

Für eine Helmkamera

Bastian Geuther ließ sich vom Regen nicht abhalten. "Ich möchte mir von dem Geld, das ich einnehme, eine Helmkamera für meine Mountainbike-Touren kaufen", sagte der Zehnjährige. Dafür hatte er sein Zimmer auf- und ausgeräumt: Musikteppich, Müllfahrzeug und jede Menge anderer Spielsachen kamen beim Flohmarkt auf den Verkaufstisch.

Auch die zwölfjährige Mona Prawitz hat sich von Dingen, die sie nicht mehr braucht, getrennt. Denn sie möchte ihr Zimmer umräumen - und die Polly-Pocket-Spielsachen, das rosarote Barbie-Haus und die Monster-High-Spielsachen sind doch viel zu "babyhaft" für eine Zwölfjährige. "Das passt gar nicht mehr rein", sagte Mona.

Das Geschäft ging nicht gut

Die unerschrockenen Flohmarktbummler waren in Kauflaune und stöberten nach Herzenslust. Nicht nur bei den Kindersachen auf dem Marktplatz, sondern auch bei den anderen Trödelständen.

Händler hatten auch auf dem Zentralparkplatz Stände aufgebaut. Viele verzogen sich unter die regensichere Passage oder die geschützten Dächer des Zentralparkplatzes. Das Geschäft ging nicht annähernd so gut wie in den vergangenen Jahren, als es beim Flohmarkt Sonnenschein gab.