Die Slogans sind noch die alten. "Es gibt keinen Planeten B" oder "Hört auf zu reden - handelt jetzt!" DaSS waren nur einige Statements, die die "Fridays for future"-Demonstranten auf Pappe geschrieben hatten und gestern vor der Dr.-Stammberger-Halle hoch hielten. Es war die erste Demo nach der Zwangspause.

Sina Lechner und Jasmin Prawitz führen jetzt die "Friday for future"-Bewegung an und bilden damit quasi die "zweite Generation". Sie werden natürlich von ihren Familien dabei unterstützt.

Schon die zweite Demonstration

"Die erste Generation ist schon beim Studieren", so Grünen-Politikerin Dagmar Keis-Lechner. Auffallend war, dass sich viele ältere Klimaaktivisten, die das Schulalter schon längst hinter sich gelassen haben, unter die etwa 70-köpfige Protestgruppe gemischt hatten und sogar das Gros der Teilnehmer ausmachten. Die Klimaerwärmung dürfe sich nicht fortsetzen, war die Botschaft des Tages.

Neben den Initiatoren trat als erster Redner Martin Pfeiffer von der Universität Bayreuth ans Mikrofon und mahnte. Überschwemmungen, Staubstürme, Kohlendioxidbelastung, aber auch düstere Nachrichten aus den Wäldern müssten die Menschen aufschrecken. "Unsere Wälder verdorren. Und der Frankenwald ist besonders betroffen", so der Wissenschaftler.

Viele traten ans Mikrofon

Viele nutzten die erste öffentliche Demo nach der Corona-Pause, um ans Mikrofon zu treten. Besonders ergreifend sprach Stephanie Hahn. "Viele sagen, ich bin old school, weil ich kein Gemüse esse, das in Plastik verpackt ist. Aber ich bin eher new school", betonte sie. Eines allerdings war neu an der Demonstration: Sie fand nach der Schulzeit statt.

Ein gewisser Mindestabstand wurde von den Teilnehmern eingehalten. Die meisten trugen zusätzlich Mund-Nase-Masken, diese Pflicht hatten sie sich selbst auferlegt.