Schüler und Eltern werden aufatmen, denn es sind Herbstferien!!! Zum Glück, denn so bleibt Zeit zum Durchschnaufen, Zeit, um zu realisieren, was jetzt abgeht. Der normale Schulunterricht gehört nämlich schon wieder der Vergangenheit an. Kaum einer hat mehr Präsenzunterricht.

Homeschooling ist angesagt für all die, die in Quarantäne sind. Die anderen haben oft Wechselunterricht, bei dem man erst mal den Durchblick behalten muss. Was das bedeutet? Klassen werden geteilt. Es gibt gelbe Gruppen, die am Montag, Mittwoch und Freitag ins Klassenzimmer müssen, blaue Gruppen, die am Dienstag und Donnerstag die Schulbank drücken. Um Chancengleichheit zu schaffen, natürlich im wöchentlichen Wechsel. Und dann sind da auch noch Schulaufgaben-Tage, an denen nur die ins Klassenzimmer dürfen, die auch wirklich eine Schulaufgabe schreiben.

Nichts aus den Fehlern gelernt?

Chaos ist programmiert, nach einem verkorksten Corona-Schuljahr 2019/2020, das für viele Kinder schon ein verlorenes war. Ein Jahr, das uns die Mängel im hochgelobten bayerischen Schulsystem vor Augen geführt hat, in dem das Homeschooling-System vielerorts in die Hose gegangen ist.

Ob das Kultusministerium aus den Fehlern gelernt hat? Ich habe da meine Zweifel, wenn ich höre, dass für Schulleitungen und ausgewählte Lehrer, die laut Kultusminister Piazzolo "Großartiges" geleistet haben, die Staatsregierung jetzt einen Corona-Bonus über 500 Euro gewähren will. "Geht's noch, Herr Piazzolo?", frage ich mich und möchte vom Kultusminister wissen, ob im Gegenzug den Lehrern, die sich auf die faule Haut gelegt haben, die 500 Euro vom Gehalt abgezogen werden? Denn die gab es ohne Zweifel auch.

All denen, die sich engagiert habe, zolle ich im übrigen meinen höchsten Respekt. Einen Bonus braucht es aber nicht, denn: Es ist ja ihr Job.