Der Sieben-Tage-Inzidenzwert, der Aufschluss gibt über das Infektionsgeschehen in einer Region, liegt aktuell bei 223,57 in Kulmbach und damit, wie schon an den Vortagen, deutlich über der 200-er-Marke.

Woher die hohen Zahlen kommen? Das Landratsamt spricht von einem "diffusen Infektionsgeschehen" - will heißen: So genau kann das niemand sagen. Zwar war in der letzten Woche eine Baustelle im westlichen Landkreis als Hotspot identifiziert worden: Allein 70 positive Fälle sind ihr zuzuordnen. Dass aber regelwidriges Verhalten der Betroffenen und Missachtung von Quarantänevorschriften durch Mitarbeiter eines bestimmten Unternehmens mitursächlich seien für die gleichbleibend hohen Infektionszahlen, wird vom Landratsamt, bei dem wir nachgefragt haben, nicht bestätigt.

Corona-Ausbruch auf Baustelle: Mitarbeiter in unzureichenden Quartieren

Die Mitarbeiter seien in unzureichenden Quartieren untergebracht, erzählt man sich in Kulmbach. Und sie seien nach einem Test wieder auf der Baustelle aufgetaucht, statt sich in Isolation zu begeben und erst einmal das Testergebnis abzuwarten.

Wie das Landratsamt auf Anfrage betont, gebe es keinen Nachweis dafür, dass die Infektionen auf der Baustelle ursächlich von jener Firma ausgingen. Wie bei etlichen anderen Firmen auch wurden bei den Mitarbeitern Reihentestungen vorgenommen. "In diesem Fall gibt es keine Grundlage für eine Quarantäne bis zum Vorliegen des Testergebnisses." Allerdings seien bei diesen Testungen auch Positivfälle identifiziert worden, so das Landratsamt weiter. "Diese und deren Kontaktpersonen wurden sofort isoliert."

Wie die Mitarbeiter untergebracht sind, spielt nach Auskunft des Landratsamts nur dann eine Rolle, wenn Kontaktpersonen ermittelt werden müssen. Sollte hier, wie gemunkelt wird, gegen Vorschriften verstoßen worden sein, sei dies Sache des Gewerbeaufsichtsamtes. "Dieses hat uns wegen des Ausbruchsgeschehens im Zusammenhang mit der Baustelle in Mainleus auch bereits kontaktiert."

Britische Mutante auf dem Vormarsch: Kindergärten und Krippe zu

Währenddessen sorgt das Virus - mittlerweile wird immer häufiger auch die britische Mutante identifiziert - für zahlreiche Beeinträchtigungen in allen Bereichen des öffentlichen Lebens. So musste beispielsweise im Kindergarten der Auferstehungskirche in der Blaich eine Gruppe geschlossen werden. Krippe und Kindergarten in der Wolfskehle haben komplett zu.

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Das stellt viele Eltern vor Probleme, die zum Beispiel deshalb auf eine Notbetreuung angewiesen sind, weil sie selbst zur Arbeit gehen müssen (siehe dazu auch Seite 9 unserer heutigen Print-Ausgabe).

Angesichts der ungebrochen hohen Inzidenzwerte blicken die Menschen im Landkreis Kulmbach besonders gespannt auf die für heute angekündigten Entscheidungen über das weitere Vorgehen der Politik in der Corona-Krise.

Mehr Infos im Internet auf der Seite des Landkreises Kulmbach.

 

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