Beim Oldtimer-Treffen im Mönchshof schlugen die Herzen der Auto- und Motorradfans höher.
Die Fahrzeuge, die beim Treffen des Oldtimer- Stammtischs Kulmbach auf dem Gelände der Mönchshof zu sehen waren, haben eines gemeinsam: Sie stammen aus einer Zeit, als Autos noch Prestigeobjekte und damit mehr waren als reine Fortbewegungsmittel und als Treibstoff und Energieressourcen noch keine Rolle spielten. Die ältesten Gefährte stammten aus der Zeit kurz nach dem Ersten Weltkrieg.
Für den Vorsitzenden des Oldtimer Stammtisches Kulmbach, Norbert Drechsler, war es die erste Veranstaltung nach Corona. Er ist überwältigt vom Ansturm. Schon eine Stunde vor der Öffnung des Geländes reisten die ersten Oldtimerbesitzer mit ihren historischen Gefährten an. Bis zur Mittagszeit präsentierten bereits mehr als 550 Oldi-Besitzer ihre Autos und Motorräder. Es war ein ständiges Kommen und Gehen.
Eine echte Nobel-Karosse hat Jürgen Zetzmann aus Rödental mitgebracht: einen Excalibur. Das Auto sieht aus wie aus einer anderen Epoche, dabei lief es erst 1984 vom Band. "Ich habe das Auto aus den USA gekauft - für 30.000 Dollar. Jetzt ist es schon mehr als 80.000 Euro wert", zeigt Zetzmann stolz sein Schätzchen.
Stefan Eichner hatte einen VW T1 Pritschenwagen dabei. "Den habe ich für eine Mark gekauft", erzählt der Kulmbacher. Dann hat er den Pritschenwagen komplett auseinander genommen, neu lackiert und aufgebaut. Inzwischen sieht das Auto aus wie fabrikeneu. "Drei Jahre lang habe ich rumgebastelt", sagt Eichner.
Robert Duffek kam mit seinem Unimog. Obwohl das Auto schon 50 Jahre alt ist, hat es erst 11.800 Kilometer auf dem Motor. 24 Jahre stand es nur. Jetzt benutzt Duffek das Gefährt wieder. "Man kommt mit dem Unimog einfach wunderbar durch den Wald", schwärmt er.
Doch nicht nur Autos konnten in der Mönchshof bewundert werden, sondern auch Motorräder, wie die Devil aus dem Jahr 1955 von Thorsten Koslowski. Der Verein der Freunde italienischer Motorräder der fünfziger Jahre plant bereits eine Ausstellung im Turbinenhaus der ehemaligen Spinnerei.