Es war eine realitätsnahe Übung, die rund 90 Feuerwehrdienstleistende am Samstagnachmittag am Anwesen der Familie Schuberth in der Kauerndorfer Dorfstraße durchführten. Und die von vielen Bürgern verfolgt wurde, die das Spektakel von einer angrenzenden Wiese aus beobachteten.

Leitstelle löst Alarm aus

Um 16.40 Uhr wurde der Alarm von der Leitstelle in Bayreuth ausgelöst. Nur wenige Minuten später rückten die Wehren aus Kauerndorf, Fölschnitz, Ködnitz, Ebersbach und Heinersreuth sowie aus Untersteinach und See rückten an. Die Einsatzleitung übernahm der Kauerndorfer Kommandant Andreas Hahn. Angenommen wurde ein Brand in einer landwirtschaftlichen Scheune, in der sich sechs Personen befanden. Mit einem ersten Löschangriff wurde das Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus verhindert. Es wurden drei B-Leitungen mit einer Schlauchstrecke von 800 Meter aufgebaut. Wasserentnahmen erfolgten an einem Seitenarm der Schorgast sowie eine an einem Oberflurhydranten des gemeindlichen Wassernetzes. Der vermeintliche Scheunenbrand wurde aus 12 C-Rohren bekämpft. Spektakulär verlief der Einsatz der 16 Atemschutzgeräteträger, die in die Scheune eindrangen, um die Verletzten zu bergen.

Viele junge Zuschauer

Die Übung verfolgte auch Bürgermeister Stephan Heckel-Michel, der sich freute, dass auch viele Jugendliche als Zuschauer dabei waren. Er wünschte sich, dass der eine oder andere den Weg zur Feuerwehr findet.

Das BRK hatte viel zu tun

Auch die acht Einsatzkräfte der BRK-Bereitschaft Kulmbach um Einsatzleiterin Ines Sack leisteten eine tolle Arbeit. Sie hatten unter anderem ein Kind mit Verbrennungen am Unterarm, zwei bewusstlose Personen und weitere zwei Personen mit Kopfverletzungen zu versorgen. Aufregung herrschte, als plötzlich ein Feuerwehrmann aus der Scheune geborgen wurde. Es wurde angenommen, dass dieser bei seinem Einsatz plötzlich bewusstlos geworden ist.

Bei der "Manöverkritik" zeigten sich Einsatzleiter Andreas Hahn und Kreisbrandmeister Wolfgang Kunert mit dem Verlauf sehr zufrieden.