Da werden viele Autofahrer aufatmen: Die Sanierung der Bundesstraße 85, die doch für einige Irritationen gesorgt hat, ist abgeschlossen. Ab Samstag läuft der Verkehr zwischen Kulmbach und der Autobahn-Anschlussstelle bei Unterbrücklein wieder in beide Fahrtrichtungen.


Nur noch Restarbeiten

"Die Arbeiten konnten früher als erwartet abgeschlossen werden. Es sind nur noch Restarbeiten zu erledigen, die zu keinen größeren Beeinträchtigungen führen werden", sagt Siegfried Beck, der zuständige Abteilungsleiter des Staatlichen Bauamts in Bayreuth. Ursprünglich war die Verkehrsfreigabe erst am Montag geplant.


Auf 2,7 Kilometern Länge

Zwölf Tage war die B 85 zwischen Fölschnitz und Rohr Baustelle. Auf 2,7 Kilometern Länge wurden 26 000 Quadratmeter Fahrbahndecke mit einem lärmarmen Splittmastixasphalt versehen und das Brückengeländer bei Forstlahm erneuert. Die Baustelle wurde schneller als erwartet abgewickelt, dafür haben sich die Kosten um 100 000 auf 500 000 Euro erhöht. Nach dem Abfräsen der Fahrbahn habe sich gezeigt, dass die darunter liegende Asphaltschicht Schäden aufwies, so Beck. Diese habe man beheben müssen.


Ursprünglich Vollsperrung

Die Sanierung sollte ursprünglich mit einer Vollsperrung zwischen Forstlahm und Rohr einhergehen. Nach einer Intervention der Stadt ist man kurz vor Baubeginn dann aber zu einer "halben" Vollsperrung übergegangen - Richtung Kulmbach war die Strecke an vielen Tagen befahrbar. Mit der Umleitungsstrecke hatte gerade der überörtliche Verkehr Probleme. Viele Ortsunkundige sind auf teils gesperrte Ausweichstrecken ausgewichen. In den zur Gemeinde Neudrossenfeld gehörenden Dörfern Wehelitz und Dreschen haben sie für ein Verkehrschaos gesorgt (die BR berichtete).


Die "kürzeste Route"

Wie Siegfried Beck mitteilt, war die Sperrung an die Verkehrsinformations-Systeme gemeldet worden. Viele hätten aber wohl auf ihr Navigationsgerät vertraut und die Voreinstellung "kürzeste Route" gewählt, weshalb sie mitunter auch auf schlecht ausgebauten Ortsverbindungsstraßen gelandet seien.
Die Stadt Kulmbach hatte sich gegen eine Vollsperrung ausgesprochen. "Es war aus meiner Sicht die richtige Entscheidung, dass es keine Totalsperre gegeben hat. Dadurch war der Ort Leuchau nicht ganz abgeschnitten", stellt Oberbürgermeister Henry Schramm (CSU) fest.


In Heinersreuth wird gebaut

Ab Samstag heißt es wieder "freie Fahrt". All diejenigen, die zwischen Kulmbach und Bayreuth pendeln, müssen aber dennoch eine längere Fahrzeit in Kauf nehmen. Denn die B 85 ist auch in der Ortsdurchfahrt von Heinersreuth Baustelle. Dort wird der Verkehr unter halbseitiger Sperrung mit einer Ampel geregelt. An den kommenden beiden Wochenenden ist die B 85 in Heinersreuth dann wegen Asphaltierungsarbeiten jeweils von Freitag, 9 Uhr, bis Montag, 6 Uhr, voll gesperrt.