Das Begegnungsfest des Vereins "Kulmbach ist bunt" war ein voller Erfolg. Mehr als 200 Besucher, darunter viele Flüchtlinge, nutzten gestern die Gelegenheit, sich im Jugendzentrum "Alte Spinnerei" ein bisschen näher kennenzulernen. "Die Resonanz ist super", sagte Julia Brückner, hauptberufliche BRK-Helferin, die sich auch im neuen Verein "Kulmbach ist bunt" engagiert. Sie konnte kaum Luft holen, wurden von vielen neuen Bekannten umarmt und geherzt.

Viele unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aus Fassoldshof und aus der Awo-Einrichtung waren der Einladung gefolgt. Im Juz herrschte ein Sprachengewirr. Denn nicht nur Flüchtlinge aus Syrien nutzten die Gelegenheit, um sich zu treffen und Kontakte mit deutschen Jugendlichen zu knüpfen, Familien aus aller Herren Länder ließen sich diese Chance nicht entgehen.


Aisa schmeckte das Fladenbrot

Aisa kam mit ihren sieben Kindern.
Die 41-Jährige stammt aus Tschetschenien und lebt seit drei Jahre in Deutschland. "Ich lerne seit fünf Monaten Deutsch", berichtete Aisa, die zum ersten Mal türkisches Essen probierte. Sie war begeistert vom Fladenbrot und von den Salaten, die türkische Mitbürger zubereitet hatten. "Das Essen ist wirklich gut", fanden auch Kasim (26) und Tatjana (30), die bis dato auch wenig Erfahrung mit der türkischen Küche hatten.

Keine Zeit zum Essen hatte Nisrine aus Syrien. Die 35-Jährige hatte ihre fünf Kinder mitgebracht. Die schwirrten umher, testeten auf dem Indoor-Spielplatz die Fahrzeuge und die Hüpfburg. Die Mutter setzte sich auf die Schaukel und genoss es, den Nachwuchs zu beobachten "Hier ist es schön", sagte die Syrerin, die wieder mal im Juz vorbeischauen will.

Auch für Flüchtlingshelfer und Betreuer war das Begegnungsfest etwas Besonderes . Heike Druse kümmtert sich um den kleinen Taen (fünf Monate), ein Kind syrischer Einwanderer. Ist der nicht süß?", fragte Heike Druse, die der Mutter das Babysitten an den Nachmittag gerne abnahm.
Die Initiatoren des Vereins "Kulmbach ist bunt" waren mit der Resonanz beim Begegnungsfest mehr als zufrieden.