Man stelle sich vor: Alle Menschen setzten alle ihre zum Jahreswechsel gefassten guten Vorsätze auch wirklich in die Tat um. Wir lebten inmitten von schlanken, sportlichen, Mineralwasser trinkenden Nichtrauchern, deren Fenster immer geputzt und deren Schreibtische immer aufgeräumt sind!

So ist es aber nicht. Weil wir uns nämlich oft zu viel vornehmen. Wer das Jahr als Couch-Potato beginnt und ernsthaft glaubt, es als Iron Man beenden zu können, überschätzt sich vermutlich. Wer meint, von heute auf morgen Haxen, Siedwürsten und Krenfleisch abschwören zu wollen, um sich von jetzt auf gleich dem radikalen Veganismus zu widmen, wird möglicherweise noch vor Jahresfrist wieder der Verlockung des Fleisches erliegen.

Es ist nicht gut, wenn man sich die eigenen Ziele zu hoch steckt. Das sagen Experten. Das sollte uns aber eigentlich auch der gesunde Menschenverstand sagen.

Was folgt daraus? Sich realistische Ziele setzen. Klein anfangen. Und vor allem: Sich über kleine Erfolge freuen und sich selbst nicht böse sein, wenn nicht alles auf Anhieb und zu hundert Prozent klappt. Das geht übrigens an 365 Tagen im Jahr. Nicht nur zu Silvester.

Falls Sie jetzt doch noch interessiert sind an den klassischen guten Vorsätzen: Nehmen Sie doch meine. Die sind zwar von 2018. Aber alle noch so gut wie neu.