Am Dienstag noch hatte Rodny Scherzer, der zusammen mit seiner Frau die Gaststätte kaufen, sanieren und dann als dezentrale Unterkunft für Flüchtlinge zur Verfügung stellen wollte, an das Landratsamt geschrieben.

"Ich verstehe nicht, dass man solche Objekte brach liegen lässt, während anderenorts Turnhallen belegt werden", erklärte Scherzer. Weder aus politischer noch aus humanitärer Sicht könne er das Verhalten des Landratsamts nachvollziehen.

Die ablehnende Haltung des Landratsamts begründet geschäftsführender Beamter Rüdiger Köhler damit, dass die derzeit laufende Umsetzung des Winternotfallplanes strikt von der dezentralen Unterbringung durch den Landkreis Kulmbach zu trennen ist.

Der Winternotfallplan diene zur Entlastung der überfüllten Erstaufnahmeeinrichtungen und sei nur auf eine kurze Verweildauer ausgelegt.