Es ist das erste Mal, dass im Kulmbacher Land ein "Lebendiger Adventskalender" auf Kreisebene durchgeführt wird. So sehen es zumindest die Pläne von Organisator Markus Weigel vor.

Weigel, der in seiner Heimatgemeinde Untersteinach bereits einen "Lebendigen Adventkalender" erfolgreich umgesetzt hat, möchte mit seiner Aktion der COVID-19-Pandemie trotzen und damit ein positives Zeichen der Verbundenheit in der Gesellschaft in der kommenden Weihnachtszeit setzen.

Nicht unterkriegen lassen

"Wir lassen uns vom Virus nicht unterkriegen. Nachdem einige Gemeinden im Landkreis ihren ,Lebendigen Adventskalender' aufgrund von Corona bereits jetzt abgesagt haben, ist es doch eine schöne Alternative in der Vorweihnachtszeit, in jeder Gemeinde im Landkreis wenigstens ein Türchen öffnen zu können", so Weigel.

Insgesamt 24 Adventstürchen soll es im Landkreis geben, wobei zwei Gemeinden mit je einem Türchen doppelt besetzt werden müssten, um die benötigte Türchen-Anzahl zu stemmen. Wie bei einem richtigen Adventskalender wird jeden Tag ein "Türchen" geöffnet - mit einem kleinen bedeutsamen Unterschied, dass beim "Lebendigen Adventskalender" Menschen zu Türchen werden. Die enthüllten Adventsfenster erlaubten ein Stück gemeinsames Erleben in der dunklen Jahreszeit und seien eine Freude für Groß und Klein, so Weigel. Die Vorfreude auf das kommende Licht vereine Christen und Nicht-Christen. Für die einen sei es Jesu Geburt, für die anderen die Wintersonnenwende mit den wieder länger werdenden Tagen.

Die Präsentation der einzelnen Fenster ist für circa 18.30 Uhr geplant. 23 Adventstürchen werden im Freien geöffnet, lediglich das letzte Fenster wird einen Weihnachtsgottesdienst enthalten.

Erstes und letztes in Kulmbach

Das erste Türchen am 1. Dezember sowie das letzte Türchen am 24. Dezember mit dem Gottesdienst in der Kirche ist in der Kreisstadt vorgesehen, die Termine dazwischen werden auf Mitveranstalter im Landkreis Kulmbach aufgeteilt. Ausdrücklich betont der Initiator, dass es sich bei dieser Veranstaltungsreihe um kein politisches Projekt handele. "Vielmehr wünsche ich mir, dass der ,Lebendige Adventskalender' als Gemeinschaftsprojekt verstanden wird, gerade jetzt in der Krisenzeit."

Das Konzept "Lebendiger Adventskalender auf Landkreisebene" sieht folgenden Ablauf vor: Allabendlich gestalten kirchliche und soziale Organisationen, örtliche Vereine oder Familien im Landkreis jeweils ein Fenster an ihrem Haus in ihrer Gemeinde und präsentieren es der Öffentlichkeit, um bei einem Glas Punsch, Tee oder Glühwein ein Adventslied zu singen, einer Geschichte oder einem Gedicht zu lauschen und bei Keksen und Lebkuchen miteinander ins Gespräch zu kommen. Nach einer halben Stunde wird gemeinsam noch ein Lied gesungen - dann schließt sich das "Adventstürchen" wieder.

Terminplan bis Ende Oktober

Bis Ende Oktober möchte Veranstaltungsmanager Markus Weigel den Terminplan für den Kalender 2020 festzurren. Für ein besinnliches Innehalten in der kommenden Weihnachtszeit ist er derweil noch auf der Suche nach freundlichen Gastgebern in den 22 Gemeinden im Landkreis Kulmbach, die ein "Adventstürchen" in ihrem Ort gestalten möchten. Aufgrund von Corona wird es keine Informations-Veranstaltung geben. Interessierte können sich gerne direkt mit dem Organisator in Verbindung setzen, um Details abzusprechen und freie Termine zu blocken: telefonisch unter 0170/6006006, per E-Mail an info@markus-weigel.de

Die einzelnen Termine und Veranstaltungsorte werden bis Mitte November bekanntgegeben. Markus Weigel ist sich seiner Verantwortung hinsichtlich der geltenden Corona-Regeln in Bayern bewusst und möchte alles daran setzen, dass diese bei der geplanten Veranstaltungsreihe eingehalten werden. red