Die Chancen stehen gut, dass es heuer tatsächlich mal was wird mit der besinnlichen Vorweihnachtszeit.Das haben wir uns zwar immer schon vorgenommen, aber geklappt hat es bisher nicht wirklich. Stattdessen war Hetzen von Termin zu Termin angesagt.

Hier eine, zwei oder drei Weihnachtsfeier(n), da ein Adventskonzert, dann noch der Bummel über mindestens einen Weihnachtsmarkt, das Adventskalender-Fenster im Ort und der liebgewordene Besuch des heimischen Laientheaters (ist ja schließlich für den guten Zweck). Der Veranstaltungskalender in Stadt und Landkreis Kulmbach und demzufolge die persönliche To-Do-Liste waren gerade zur Vorweihnachtszeit stets prall gefüllt. Dabei sind der Geschenkekauf und das Planen/Organisieren der diversen Familienfeierlichkeiten (zwei Feiertage können ganz schön lang sein) noch gar nicht berücksichtigt.

Doch in diesem Advent ist einiges anders: Weihnachtsfeiern, Märkte, Konzerte und Co. - alles abgesagt. Sollten wir diesmal also wirklich die Gelegenheit haben, uns in aller Stille und mit der gebührenden Andächtigkeit auf die Ankunft des Herren (=Advent) vorzubereiten? Ein frommer Wunsch, der nicht zuletzt voraussetzt, dass wir die seit Wochen, ja Monaten quasi erzwungene Nähe zur eigenen Familie überhaupt noch genießen können.

Immerhin einen Vorteil für Weihnachten müsste die dem Home-Office und Home-Schooling geschuldete Auf einanderhockerei aber haben: So gut wie in diesem Jahr dürften wir unsere Liebsten noch nie kennengelernt haben. Deshalb: Wer jetzt immer noch keine Geschenkideen hat, dem kann auch ein Virus nicht mehr helfen.