Doch damit konnten Arthur Kosmala, Gabriel Moser und Hans Schülein nicht rechnen: Sie errangen den Sieg beim Regionalentscheid des Wettbewerbs "Jugend forscht" für die drei MGF-Gymnasiasten.

"Unsere Maus besteht aus einem Endoskelett aus einem 3-D-Drucker, darin ist die Elektronik montiert. Ummantelt ist die Maus mit einer Silikonschicht. Man kann sie frei im Raum bewegen, die Maus nimmt die Bewegungen auf und überträgt sie an den Computer", erklärt Arthur Kosmala. Die Maus verbindet damit die Vorteile von Tastatur, herkömmlicher Maus und Joystick.

Kurz vor dem großen Tag am Freitag haben sich die drei Tüftler Arthur Kosmala, Gabriel Moser und Hans Schülein mit den anderen Teilnehmern aus ihrer Schule nochmals getroffen und abgestimmt.

Im Bereich Physik treten Sandra Hechelmann, Viktoria Feyerherd und Felix Ruckriegel aus der Klasse Q12 an.
Sie haben an einer Brennstoffzelle geforscht und daran getüftelt, diese noch effektiver zu machen. "Wärme erhöht den Effektivitätsgrad der Brennstoffzellen. Wir haben daher versucht, mit einem Parabolspiegel und einer besseren Isolierung den Wirkungsgrad zu erhöhen", so Felix Ruckriegel.

Brennstoffzelle verbessert

Bei der Brennstoffzelle wird Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten und kann später wieder zusammengeführt werden. Durch die Zusammenführung entsteht Energie. Damit dient die Brennstoffzelle vor allem als Energiespeicher. "Und ist sehr umweltfreundlich", betont Sandra Hechelmann. "Nachdem das Wasser zusammengeführt ist, kann es wieder ganz normal benutzt werden. Das Problem ist derzeit aber vor allem die hohe Entzündlichkeit von Wasserstoff."

Alle Teams freuten sich gestern, ihre Arbeiten in Bayreuth präsentieren zu dürfen. Die Tüftler erhoffen sich für ihre Erfindungen viele Anwendungsbereiche. Zum Beispiel bei der 3D-Maus: "Wir arbeiten noch weiter an der konkreten Verbindung zu bestimmten Programmen und an der passenden Software", kündigt Gabriel Moser an. Auch eine haptische Rückmeldung der Maus, etwa für sehbehinderte Menschen, sei denkbar.
Vielleicht wird das Team damit im nächsten Jahr beim "Jugend forscht" antreten...

110 junge Nachwuchswissenschaftler hatten in Bayreuth 64 Projekte vorgelegt. Dabei gelang es dem Team des Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasiums mit seiner 3D-Maus, die die Vorteile von Tastatur, herkömmlicher Maus und Joystick verbindet, die fachkundige Jury zu überzeugen. Das Trio belegte im Fachbereich Technik den mit 75 Euro dotierten 1. Platz. Damit dürfen die Kulm bacher Schüler auch beim Landeswettbewerb antreten.

Von den neun Arbeiten, die im Fachgebiet Technik ausgezeichnet wurden, kürte die Jury noch einen zweiten Sieger: Dominik Müller (Arnold-Gymnasium Neustadt bei Coburg), bereits Regionalsieger im Fach Chemie, konnte auch mit seinem zweiten Projekt "Entwicklung und Bau eines Röhrenverstärkers" einen ersten Platz erreichen.

Staatsministerin Melanie Huml, Vorsitzende von Oberfranken Offensiv, freute sich über die hohen Teilnehmerzahlen und die kreative Vielfalt. "Die Ideen der jungen Forscher sind die Grundlage für die Innovationen von morgen", sagte sie und bezeichnete den Wettbewerb als eine Investition in die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Oberfranken.