"Wir sind über jede Spende dankbar", sagt Hans Beyer. Als Schatzmeister des Tierheims weiß er über die Finanzen genau Bescheid und erklärt, dass die Einnahmen aus mehreren Säulen bestünden. Zum einen setzten sie sich aus den Beiträgen der Mitglieder des Tierschutzvereins Kulmbach und Umgebung zusammen. Zum anderen wird das Tierheim durch die Fundtierabgabe unterstützt. Das heißt, jede Gemeinde ist verpflichtet, jedes Jahr 50 Cent pro Bürger abzugeben, um sich an den Kosten zu beteiligen, die für aufgenommenen Tiere anfallen.

Viel Geld wird für die Kastration der Tiere ausgegeben. "Vor allem zur Wurfzeit kommen sehr viele Katzen zu uns. Kastrieren wir sie nicht, vermehren sie sich immer weiter", erklärt Leiterin Susanne Schilling. Weitere Ausgaben müssen für Personal, Futter und Tierarztbesuche einberechnet werden.

Daher sind Spenden unverzichtbar. Ohne die könnte das sich das Tierheim nicht über Wasser halten, betont Beyer. Als besonders großzügig erwies sich die Manfred-Roth-Stiftung. Sie spendete am Dienstag 10 000 Euro an das Tierheim. "Damit können wir für ein Jahr den Futterbedarf unserer Tiere abdecken", freut sich der Schatzmeister.

Manfred Roth war der Gründer des Lebensmittel-Discounters Norma. Nachdem er im Jahr 2010 kinderlos verstorben war, floss sein gesamtes Vermögen in die gemeinnützige Stiftung. "Herr Roth war selbst sehr sozial und tierlieb", erzählt Stiftungsrat Klaus J. Teichmann. Somit konnten schon viele gemeinnützige Einrichtungen gefördert werden.

Auf das Tierheim aufmerksam gemacht wurde die Stiftung durch den Kulmbacher Klaus Köhler, der selbst Mitglied im Stiftungsrat ist. In der Bayerischen Rundschau hatte er einen Bericht über die Einrichtung gelesen und wollte sie unterstützen.

Doch nicht nur auf finanzielle Hilfe ist das Tierheim dringend angewiesen, sondern auch auf ehrenamtliche Mitarbeiter. Denn die derzeit untergebrachten 50 Katzen, zehn Hunde und ungefähr 90 Kleintiere müssen versorgt werden.