Der Musikverein Zeyern lud bei seinem traditionellen Dreikönigskonzert auf eine musikalische Reise in den Dschungel ein. Unter dem Motto "Welcome to the Jungle" ging es in den Dschungel nach Afrikam, um das sagenumworbene Ungeheuer King Kong zu finden.
Großbritannien hatte zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein in seiner Ausdehnung unübertroffenes Machtgebiet. Heute kann man sich die einmarschierende britische Armee und deren Enthusiasmus aber auch das Grauen, das die Soldaten bei der gewaltvollen Übernahme der afrikanischen Gebiete erlebt haben, nur schwer vorstellen. Mit dem Marsch "Army of the Nile" ruft der Brite Kenneth J. Alford die Zeit der britischen Kolonialherrschaft in Afrika wieder wach. Der Musikverein Zeyern begann sein beeindruckendes Konzert, das von Georg Wunder moderiert wurde, mit diesen Stück. Dass sich auch die Südsee von ihrer rauen Seite zeigen kann, haben Peter Gerlin und Hans Eibl auf ihrer Reise vertont. Der zauberhafte Konzertwalzer "Südseewellen", der nicht nur für die Holzregister steile Klippen bereithält, wurde von der Dirigentin Kathrin Motschenbacher als zweites Stück angestimmt. Mit King Kongs Soundtrack Highlights von "James Newton Haword" konnte man die wilde Verfolgungsjagd, Kämpfe zwischen Dinosauriern und King Kong musikalisch herbeirufen. Ein ganz anderes Bild bietet die afrikanische Savanne mit der Unendlichkeit der reichen Natur. Die zahlreichen Zuhörer, konnten in der restlos ausverkauften Rodachtalhalle die "African Wildlife-Savannah-Impression" von "Kess Vlak" genießen. Mit "Kann es wirklich Liebe sein" von "Elton John" verabschiedete sich das Orchester in die Pause. Die Ballade aus dem Kinofilm "Der König der Löwen" wurde von Kristina Schnappauf interpretiert.
Mit "Welcome to the Jungle" von der Gruppe "Guns`n Roses", dem Hit aus dem Jahr 1987, begann man dem zweiten Teil des Abends. Die wohl bekannteste Disney Verfilmung "Tarzan", die vor allem durch die musikalische Untermalung durch Phil Collins beeindruckte, wurde vom Musikverein Zeyern dargebracht. "You`ll be in my heart" hieß der Titel bei dem Martin Hannig als Solosänger mitwirkte. Mit "Children of Sanchez" entführte man nach Mexiko. Mit zwei Märschen, die nicht unmittelbar mit dem Dschungel in Verbindung stehen, verabschiedete sich der Musikverein Zeyern von seinem Publikum. Zunächst spielte man den "Maxglaner Zigeunermarsch Reloaded", dem der "Andulka Marsch" vom großen tschechischen Blasmusikkomponisten Frantisek Kmoch folgten.


Umfangreiche Vorbereitungen

Eingangs des fulminanten Konzerts hatte Tobias Partheymüller die Gäste in der Rodachtalhalle begrüßt. Er danke zum Schluss auch der Dirigentin Kathrin Motschenbacher, die in vorzüglicher Art Musik und Spieltechniken zu vermitteln bereit ist. Die Dirigentin verwies auf die umfangreichen Vorbereitungen des Orchesters, aber auch der vielen Helfer hinter den Kulissen. Nach vielen Auftritten im vergangenen Sommer habe man bereits vor vier Monaten mit den Proben für das traditionelle Dreikönigskonzert begonnen. Die zahlreiche Teilnahme am Konzert und der lange Applaus der Besucher sei für alle Musiker auch Motivation für das noch recht junge Jahr 2016, meinte die Dirigentin.


Ehrungen

Vor dem zweiten Teil des Konzerts wurden langjährige aktive Musiker ausgezeichnet. In Namen des Nordbayerischen Musikbundes zeichnete in Namen des Bezirksverbandes Thomas Kolb und Kreisvorsitzender Wolfgang Müller folgende Mitglieder aus. Für zehn Jahre aktives Musizieren: Kristina Schnappauf, Sarah Haderlein und Benedikt Schmittdorsch. Für 20 Jahre Musizieren Andreas Zapf und Herbert Kremer sowie für 25 Jahre Erich Scherbel. Mit Urkunde und Goldener Nadel wurde Gerold Eberth als musikalische Stütze an der ersten Trompete für 40 Jahre als aktiver Musikant ausgezeichnet. mw