Mit benachbarten und befreundeten Wehren feierte die Freiwillige Feuerwehr Kleintettau ihr 125-jähriges Bestehen. Höhepunkte waren der Festumzug durch die Glasmachergemeinde und der anschließende Festkommers. Die Schirmherrschaft für das Jubiläum hatte man dem Unternehmer und Kreisrat Carl-August Heinz angetragen.
Dieser wies in seiner Festansprache auf die Wichtigkeit der "überlebenswichtigen Einrichtung" in Kleintettau mit der Glasmachertradition hin. Es dürfe deshalb nach so vielen Jahren des Bestehens auch mal gefeiert werden. "Es ist ein kleines aber wichtiges Dorffest", meinte er.


Einsätze nur im Team lösbar

In Notfällen seien vielfältige Entscheidungen, welche über Leben und Tod entscheiden, notwendig. Ebenso gelte es, die Sachwerte zu erhalten und die Umwelt zu schützen. Einzelne seine dabei überlastet, dies sei nur im Team lösbar, meinte der Schirmherr. Die Feuerwehr Kleintettau sei ein gutes Team, auf das die Bürger und die Industrie jederzeit bauen können. Für die Zukunft gelte es, das Team weiter zu verjüngen, damit man auch in einigen Jahren noch die Heimat schützen und erhalten kann. Die Feuerwehr konnte sich über eine Spende in Höhe von 1250 Euro vom Schirmherrn freuen.
Ebenso groß war die Freude bei Bürgermeister Peter Ebertsch, der insbesondere die verantwortungsbewussten Gründungsväter der Feuerwehr hervorhob. Uneigennützig habe sich vor 125 Jahren eine Mannschaft zusammengeschlossen und bis heute den Dienst an den Menschen bewiesen. Durch das engagierte und erfolgreiche Wirken habe man in den vergangenen Jahrzehnten vieles erreicht und auch viele Arbeitsplätze vor Ort geschützt, so Ebertsch.


Gut angelegtes Geld

Er bezeichnete jeden investierten Euro als gut angelegtes Geld, habe man in den vergangenen Jahren doch viel in die Ausrüstung der Wehren gesteckt. Größere Anschaffungen, wie die neue Drehleiter wurden auch vom Landkreis mit unterstützt. Die Wehrleute haben es verdient, mit den modernsten Gerätschaften zu arbeiten, sagte der Bürgermeister und überreichte eine Spende in Höhe von 250 Euro.
"Ihr habt ein stolzes Jubiläum, das ihr mit Stolz begehen könnt", sagte Landrat Klaus Löffler. Die Feuerwehren im Landkreis, die im vergangenen Jahr zu rund 1400 Einsätzen gerufen wurden, zeichnen sich durch Hilfsbereitschaft, Kameradschaft und den Zusammenhalt aus. In Kleintettau zeichne sich Schirmherr Carl-August Heinz mit außergewöhnlichem finanziellen und persönlichen Einsatz aus. Die Wehr liege bei Vorsitzenden Sebastian Neubauer und Kommandant Johannes Bock in guten Händen.


Ehrungen für aktiven Dienst

Der Landrat zeichnete zusammen mit Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger die aktiven Wehrmänner Marco Heinz und stellvertretenden Kommandanten Adrian Stiehler für 25 Jahre aktiven Dienst mit dem staatlichen Ehrenzeichen in Silber aus. Beide seien Aktivposten der Kleintettauer Wehr und aus deren Reihen nicht mehr wegzudenken, sagte Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger. Viele Einsätze geschehen im Verborgenen, die Leute wissen aber, dass die Feuerwehr jederzeit Einsatzbereit ist. "Die Feuerwehr ist für die Industrie eine Lebensversicherung", so Ranzenberger.
Im Namen der Aktionsgemeinschaft Kleintettauer Vereine (AKV) gratulierte deren Vorsitzender Werner Vetter zum Jubiläum. Eingangs des Festkommerses hatte Vorsitzender Sebastian Neubauer die Gäste im Feuerwehrhaus und im Festzelt begrüßt. Er dankte allen Besuchern und Helfern für die gewährte Unterstützung beim Jubiläumsfest. Sein besonderer Dank galt Schirmherrn Carl-August Heinz für seinen großartigen Einsatz. Die Festveranstaltung wurde von der Rennsteigkapelle Kleintettau stimmungsvoll mitgestaltet.