Deshalb ist es schade, dass bei der Info-Veranstaltung zum aktuellen Sachstand der FWG nur wenige Mandatsträger anwesend waren. Rund 120 Einladungen wurden im Vorfeld verschickt. Für die Versäumnisse und Fehler der Verantwortlichen in der Vergangenheit, sei es nun vonseiten der Zweckverbandsmitglieder oder auch Aufsichtsbehörden, müssen nun sowohl die Kommunen als auch die Bürger ihren Beitrag bezahlen.

Zu hoffen ist, dass der Härtefall erreicht wird. Passiert das nicht, müssen die Haushalte statt rund zusätzlich 5000 Euro pro Generation dann eben 20 000 Euro aufbringen. Umgelegt auf den Wasserpreis wären das bei einem Zwei-Personen-Haushalt mit einem durchschnittlichen Wasserverbrauch von 100 Kubikmetern pro Jahr statt 5,26 Euro dann eben rund 12 Euro pro Kubikmeter Wasserverbrauch.

Umso verwunderlicher ist es, dass einige Kommunalpolitiker den Eindruck vermitteln, dass es ihnen nichts ausmachen würde, diese Summe auf die Wasserabnehmer der FWG abzuwälzen. Dabei sind es doch die Bürger, die am wenigsten für diese Situation verantwortlich gemacht werden können. Außerdem bekommen die Kommunen in der Mehrheit Stabilisierungshilfen, die auch - zumindest seit geraumer Zeit - für solche Situationen gedacht sind. Der Einsatz von Jürgen Baumgärtner und die Unterstützung der FWO mit dem Vorsitzenden Heinz Köhler stimmen aber zuversichtlich, dass der Härtefall erreicht wird.