Wenn ein Sturm über den Landkreis hinwegfegt, ein Großbrand lodert oder Vermisste im schweren Gelände gesucht werden müssen, sind die Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks zur Stelle. Zwei der Helfer in Blau müssen nun aber in Ruhestand gehen. Ersatz dafür ist dringend nötig. Die Rede ist von zwei Mercedes G-Klasse, die fast 30 Jahre ihre Insassen zu den Einsätzen gebracht haben. Doch inzwischen bereitet der Unterhalt der geländegängigen Fahrzeuge dem THW große Probleme.

"Wir sind ständig am Reparieren", erklärt Hajo Badura. Der Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit beim Ortsverband und Schatzmeister der Helfervereinigung meint, dass die Mitglieder zwar viel in eigener Regie wieder herrichten, doch die benötigten Teile seien nicht billig und die Zeit für die ständigen Reparaturen gehe zu Lasten anderer Aufgaben. Deshalb plant der Ortsverband die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs zu günstigen Konditionen. Hierfür wurde schon einiges Geld angespart, und ein Anschreiben an zahlreiche Firmen zog auch Unterstützung nach sich.


Rund 5000 Euro fehlen noch

"Unser Problem ist, dass die Summe noch nicht reicht", sagt Badura. Etwa 5000 bis 6000 Euro fehlen dem Ortsverband noch, um möglichst noch in diesem Jahr einen Toyota Hilux anschaffen zu können. Daher wenden sich die Verantwortlichen nun an die Bevölkerung und bitten um Spenden.

Für das THW ist ein solches "kleineres" Fahrzeug kein Luxus, sondern enorm wichtig. Der Einsatzleiter kann im Ernstfall mit dem Geländefahrzeug schnell die Einsatzstelle erreichen und dort das weitere Vorgehen mit den anderen Hilfsdiensten abklären, ehe schweres Gerät heranrollt. "Und unsere Einsätze sind eben nicht immer auf der Teerstraße", stellt Badura fest, warum das neue Fahrzeug wieder geländegängig sein sollte.

Dabei erinnert er sich beispielsweise an eine winterliche Hilfsaktion am Rennsteig, direkt an der Bahnstrecke. Beim Aussteigen hätten die Helfer tief im Schnee gestanden. Mit einem "normalen" Auto wären sie gar nicht an diese Stelle gekommen.


THW löst schwierige Herausforderungen

Und an Einsätzen mangelt es dem Kronacher THW nicht. "Zuletzt waren da der Großbrand bei Schwarzenbach am Wald, eine Vermisstensuche in Burgkunstadt oder die Rettung eines Waldarbeiters bei Meeder aus schwerem Gelände", erinnert sich Badura. Seine Liste zeigt, dass die Helfer bei Weitem nicht nur im Landkreis zum Einsatz kommen. Und wegen seiner Spezialeinheiten Höhenrettung und Ortung muss das Kronacher THW sogar mit Einsätzen in ganz Nordbayern rechnen.

Damit der Ortsverband dafür gerüstet ist und den Menschen Hilfe bieten kann, hofft er nun auf die Unterstützung durch die Bürger.




Infos zu Fahrzeug und Spendenkonto

Anschaffung: Der Kauf des Einsatzleiter-Fahrzeugs ist für den THW-Ortsverband ein Kraftakt. Normalerweise wird das Technische Hilfswerk vom Bund ausgerüstet. Dies gilt laut Hajo Badura zumindest für die großen Fahrzeuge wie Lastwagen und die Standardausstattung. Kleinere Wagen oder Sonderfahrzeuge müssen allerdings selbst angeschafft werden.

Spendenkonto: Wer das Kronacher THW unterstützen will, kann dies tun bei der Sparkasse Kronach-Ludwigsstadt unter der Kontoverbindung 240 003 871, BLZ 771 500 00. Da das THW ein gemeinnütziger Verein ist, können Spendenquittungen ausgestellt werden.