Senta schnüffelt an einem von mehreren geheimnisvoll aussehenden, kleinen Gläschen. Auf dem Tisch vor ihr befinden sich unter anderem eine Zitrone, Knoblauch, eine Packung Kaffee sowie eine Flasche mit Essig. Eben diese Gerüche soll sie in den Gläschen erschnuppern, wobei der Inhalt natürlich "unsichtbar" gemacht wurde.

Derweilen füttert Leon gerade Yannik, dessen Augen mit einem Tuch verbunden wurden, mit verschiedenen Leckerbissen wie Schokolade, Wiener Würstchen, Karotten, Gurken oder Chips. An einer weiteren Sinnes-Station erproben sich die Kinder im Hör-Memory. Dafür wurden Döschen mit unterschiedlichen Materialien gefüllt, jedoch immer zwei mit dem gleichen Inhalt. Die Jungen und Mädchen versuchen, nur durch Schütteln der Döschen die jeweils zusammengehörenden Dosenpaare herauszuhören.
Andere Schüler halten mutig ihre Hand in eine dunkle Tastkiste und erspüren, was sich darin versteckt haben könnte, oder sie suchen Fehler in Suchbildern.

Die Sinne erleben

Einen Nachmittag lang drehte sich im von Sigrun Popp geleiteten Teuschnitzer Hort alles um das Erleben der Sinne. Die Kinder durchliefen einen Parcours, bei dem alle Sinne angesprochen wurden. Für jede durchlaufene Station gab es einen Stempel. Wer den gesamten Parcours meisterte, erhielt eine kleine Belohnung.

Neben dem Geruchs-, Hör-, Seh-, Tast- und Geschmackssinn erfuhren die Hortkinder und ihre Familienangehörigen aber noch von einem ganz besonderen Sinn, auf den man aber gut verzichten könnte - den Eigensinn. Damit stellten sich, so Manjana in ihrem Vortrag, leider viele in den Vordergrund. "Auf der Welt könnte es wesentlich schöner sein ohne den Eigensinn", war sich das Mädchen sicher.

Unterhaltsame Darbietungen

Auch bei den anderen Darbietungen der Kinder - Lieder, Gedichte und kleine Einlagen - ging es um die Sinne. Berührend war das Zwiegespräch von Celine und Senta. Darin ging es um ein kleines Mädchen, das im Blumenladen von Frau Lillifee für seine Oma einen Blumenstrauß kaufen will. Dabei wählt es nicht die schönsten Rosen aus, sondern die, deren Blätter schon eingerollt und nicht mehr für den Verkauf gedacht sind - aus einem einfachen Grund. "Ich möchte sie haben, weil sie am schönsten duften. Meine Oma kann Blumen nämlich nur mit der Nase sehen und mit den Händen. Sie ist blind", erklärte Senta. Auch der Basar sprach mit seinen sommerlichen Angeboten die Sinne an.

Zum Abschluss gab es noch eine besondere Überraschung für die Kinder. Die Familie Fehn aus Wickendorf hatte dem Hort eine Helium-Kartusche spendiert. Groß war die Freude der Kinder, als sie Luftballons in vielen Farben in die Höhe steigen lassen durften.

Ausflug nach Friesen

Zum Start in die Ferien ging es für die Kinder weiter mit einem aufregenden Ausflug. Die Fahrt mit dem Hort führte mit dem Bus nach Friesen, wo man eine Floßfahrt auf der gemächlich dahinfließenden Kronach unternahm. Vor allem gefiel den jungen "Flößern", dass sie auf der Kuppel selbst mit Hand anlegen durften. Dabei stießen sie unter anderem das Floß mit den Floßhaken kraftvoll von der Floßlände ab - eben wie richtige Flößer.

Bei einem Besuch der Flö ßerstuben in Friesen bestaunten die Kinder viele Modelle zum Floßbau und zur Sägewerksarbeit sowie Zeugnisse vergangener Arbeitstechniken aus Landwirtschaft und Handwerk. Besonders hatte es den Jungen und Mädchen das nachgebaute Modell der "Finken-Mühle" angetan, dem sie gerne bei der Arbeit zuschauten. Aber auch von den Schilderungen, wie hart das Leben der Flößer war, waren sie schwer beeindruckt.

Interessant war weiter eine Führung durch das Sägewerk Geiger in Friesen. Die Kinder lernten verschiedene Baumarten kennen und konnten die Aufbereitung des Stammholzes zu hochwertiger Schnittware live miterleben. Natürlich durfte in Friesen auch ein Abstecher auf den Spielplatz beim Sportgelände des SV Friesen nicht fehlen.