In Steinbach am Wald beginnt diese Woche der zweite Bauabschnitt bei der Sanierung der Ortsdurchfahrt an der B 85 in Steinbach am Wald. Das heißt, nun wird die Strecke ab der Abzweigung Windheim bis zum Ende des Bebauungsgebietes in Angriff genommen.

Fährt man derzeit durch Steinbach, so sieht man in der Nähe der Wehrkirche Umleitungsschilder, Bagger und Walzen. Der erste Bauabschnitt, nämlich vom Ortsschild bis zur Abbiegung nach Windheim, ist nun vollendet. Bei den beiden Bauabschnitten wurden und werden die Fahrbahn von Grund auf erneuert und Entwässerungsleitungen eingebaut. Die Asphaltoberfläche wird um zehn auf 26 Zentimeter verstärkt. Angebracht wird auch eine lärmhemmende Asphaltschicht.

"Beim Bauabschnitt III wird bis zur Tankstelle lediglich eine Deckschicht angebracht, beim Reststück bis zum Kreisel sollen wiederum Entwässerungsleitungen verlegt werden", erklärte der Projektleiter Oliver Ruehr bei einem Gespräch. Gleichzeitig wird zudem am Kreisel eine Behelfsumfahrung errichtet, auf der der Verkehr dann umgeleitet wird, wenn die Straße um den Kreisel im Rahmen des Bauabschnitts III in Angriff genommen wird.
Insgesamt drei Monate soll die Baumaßnahme in Anspruch nehmen. Derzeit gibt es für den Schwerlastverkehr eine Vollsperrung. Der überörtliche Verkehr wird von Förtschendorf aus Richtung Teuschnitz, Haßlach zum Rennsteig umgeleitet. Die Anlieger jedoch können ihre Zufahrten während der Bauphase erreichen. Die ortskundige Bevölkerung kann während der zweiten Bauphase die parallel zur B 85 laufende Dorfstraße nutzen. Rund 1,5 Millionen Euro werden in den Ausbau der Ortsdurchfahrt investiert.

Während eines Gesprächs bezeichnete Bürgermeister Klaus Löffler, die B 85 und vor allem den Kreisel am Rennsteig als einen Knotenpunkt, deshalb sei dort auch die provisorische Umleitung notwendig. Es wird davon ausgegangen, dass die Baumaßnahmen bis zum Steinbacher Schützenfest abgeschlossen sind. Wie von Seiten des Straßenbauamtes zu erfahren war, wird der Kreisel täglich von rund 8000 Fahrzeugen frequentiert, davon seien über 500 Schwerlastfahrzeuge.

Erst wenn die Sanierungsmaßnahmen und der Ausbau der B 85 in Steinbach am Wald abgeschlossen sind, soll der Ausbau und die Sanierung der KC 18 in Angriff genommen werden. Im Zuge dessen soll zudem auch ein Radweg auf der rechten Seite, Richtung Windheim angelegt werden. Diesbezüglich sprach der Sachgebietsleiter Gunther Dressel von derzeit laufenden Verhandlungen. In rund 14 Tagen könnten Details zu dieser Maßnahme bekanntgegeben werden.

Rund 400 000 Euro investiert die Gemeinde Steinbach 2016 in ihre Ortsstraßen. Derzeit werden am Buchbacher Mehrgenerationenhaus Parkplätze geschaffen. Rund 80 000 Euro investiert hier die Gemeinde.
In den Sommerferien soll an der Windheimer Mittelschule der Buswendeplatz aus Sicherheitsgründen für die Kinder neugestaltet werden. Die Fahrer der Schulbusse können dann problemlos - ohne rückwärts fahren zu müssen - die Heranwachsenden zur Schule bringen beziehungsweise diese von dort aus wieder abholen.

Investiert wird zudem am Steinbachsberg in Windheim. Vor dieser Straßenausbaumaßnahme wurden die Wasserleitungen durch den Wasserzweckverband Frankenwaldgruppe und neue Stromkabel durch das Bayernwerk verlegt. Die Gemeinde investiert in den Steinbachsberg rund 190 000 Euro. Abgeschlossen ist das Teilstück der Schubertsgasse in Buchbach 50 000 Euro. Wie von Löffler des Weiteren zur erfahren war, soll 2017 die Bergstraße in Steinbach am Wald in Angriff genommen werden. Zurzeit werden in diesem Bereich und im Ebersbachweg die Wasserleitungen durch die Gemeinde erneuert.Klaus Löffler hält für einen Moment inne. Er überlegt und meint: "Als nächstes muss nun die Staatsstraße 2209, also die Rennsteig-Straße in Angriff genommen werden." Hier sei er mit der Staatsregierung im Gespräch. Der Zustand dieser stark frequentierten Strecke sei katastrophal, zudem müsse eine lärmhemmende Asphaltschicht angebracht werden, um die Lärmbelästigungen der Anlieger zu mindern.