Nein, spannend war es nicht. Seriensieger Stefan Wicklein ließ gemeinsam mit seinen beiden Bräuknechten Ricardo Ciolka und Christian Grebner den anderen drei Teams beim Viertelmeisterlauf keine Chance. Dabei standen alle vier Mannschaften vor der gleichen Herausforderung: Ein Parcours von rund 100 Metern Länge.

Die beiden Bräuknechte je Team mussten zuerst das Tragegestell aufnehmen, dann über eine Holzplanke zu ihrem wartenden Viertelmeister rennen. Der befestigte das Fass am Tragegestell und begleitete seine Bräuknechte rennend auf dem Weg ins Ziel, zurück über die Holzplanke. Vor dem Ziel wartete dann nur noch eine Station: Auf ex mussten die Bräuknechte einen Becher Bier leeren. Darauf legte Oberbräumeister Thomas Kaiser, der den Lauf moderierte, wert. "Wer nicht austrinkt, wird disqualifiziert. So wurde schon so manches Rennen entschieden", sagte er.


Also alles beim Alten? Nein, erstmals mussten die Teilnehmer des Viertelmeisterlaufs keine vollen Fässer mehr schleppen. "Das ist einfach zu gefährlich", erklärt Thomas Kaiser und erinnert sich an den Sturz 2009. Statt bisher gut 85 Kilogramm mussten die Mannschaften beim diesjährigen Stadtspektakel also nur 50 Kilogramm schleppen.

Wicklein ist zum neunten Mal Viertelmeisterlauf-Sieger
Daraus konnten die anderen Viertelmeister allerdings kein Kapital schlagen. Schon im ersten Halbfinale musste sich Jens Schick, Viertelmeister des dritten Viertels, mit seinen Bräuknechten Lucas Dolus und Daniel Hauck gegen Jürgen Ditsche geschlagen geben. Der Viertelmeister des ersten Viertels (gemeinsam mit Michael Ditsche und Silard Wadas) schlug Schicks Team deutlich.

Keinen Zweifel an seiner Überlegenheit ließ Viertelmeister Wicklein im zweiten Halbfinale aufkommen. Kontrahent Markus Steller (mit seinen Bräuknechten Chris Höfker und Martin Logsch) hatte keine Chance.
Das Finale zwischen Stefan Wicklein und Jürgen Ditsche endete ebenfalls deutlich. Nach 2009 und 2011 gewinnt Wicklein den Viertelmeisterlauf damit zum dritten Mal. Jürgen Ditsche nahm es gelassen. "Das ist doch prima, wir sind die Sieger der Herzen, hier geht es doch um den Spaß", sagte Ditsche eine Viertelstunde nach Zieleinlauf.



Wicklein hat den Viertelmeisterlauf insgesamt zum neunten Mal gewonnen. Sein Erfolgsrezept wollte der Viertelmeister jedoch nicht verraten. Nur ein Tipp an die Konkurrenz: "Man sollte seine Läufer nicht jedes Jahr wechseln." Und Bräuknecht Christian Grebner gab das Lob postwendend zurück: "Wir laufen und trinken, aber der Viertelmeister muss das Fass einhängen und während des Laufens stabil halten - das ist gar nicht so leicht, auch wenn es so aussieht." Ob sie auch im Jahr 2015 gemeinsam antreten werden, darauf wollten sie sich noch nicht festlegen. "An mir soll's nicht liegen", betonte Stefan Wicklein jedoch.