Rappelvoll war die Aula der Maximilian-von-Welsch-Schule (RS I) am Freitagabend zur Abschlussfeier. Mit 122 Schülern war es der stärkste Jahrgang, der je diese Schule verlassen hat. Sieben Schüler wurden dabei aufgrund ihrer besonderen Leistungen vom weiteren Landratsstellvertreter Bernd Steger geehrt. Sie erreichten bei den Prüfungen zur Mittleren Reife einen Notdurchschnitt unter 1,6.

Konrektor Matthias Klinke sprach von einem starken Jahrgang, was die Qualität und die Quantität betrifft. "Ihr habt nun eine wichtige Etappe erreicht und brecht zu neuen Ufern auf."
Realschuldirektorin Christa Bänisch gratulierte den Absolventen. "Ihr habt das Ziel der mittleren Reife erreicht." Es sei ein Erfolg, der nicht mehr genommen werden kann. Während der Schulzeit hätten die Schüler Engagement, Energie und Enthusiasmus gezeigt. Teilweise sei aber auch Frust und Verzweiflung vorhanden gewesen.
Das Selbstvertrauen aber sei gewachsen. "Ihr seid nicht nur älter, sondern auch tatsächlich reifer geworden." Bänisch wies darauf hin, dass sich die Schüler auch über den Unterricht hinaus engagiert hätten. In diesem Zusammenhang sprach die Rektorin von sportlichen Wettbewerben, Theatergruppen oder auch musikalischen Auftritten. Manche seien auch als Streitschlichter, Schulsanitäter, Klassen- und Schülersprecher im Einsatz gewesen. Sie dankte den Eltern und auch den Elternbeirat für die Unterstützung der Schüler. Den Schülern wünschte sie, dass sich ihre weitere Arbeit lohne und diese sie auch "stolz und zufrieden" mache.
Elke Fröba vom Elternbeirat sagte, dass der Schulalltag nicht immer sorgenfrei gewesen sei. Letztendlich hätten die Schüler aber durchgehalten und darauf könnten sie stolz sein.


Klimaanlage?

"Wir müssen im Kreistag über eine Klimaanlage in der RS I reden", lautete der erste Satz von Bernd Steger. Dafür gab es viel Applaus. Er war nicht der Einzige, der während der Entlassfeier ins Schwitzen kam. Steger redete mit Blick auf den Abschluss von einem Fundament, auf das die Schüler aufbauen können. Und er wünschte, dass die jungen Menschen nie ihre Wurzeln vergessen werden.

Beeindruckend war die Präsentation von Schülersprecherin Emma Busch und ihren Mitschülerinnen Sophie Fehn und Claudia Nguyenovà. Sie ließen in Wort und Bild - umrahmt von Musik und Gesang - ihre Schulzeit Revue passieren. Es gab beeindruckende Fotos von den Schülern beispielsweise bei Aktionen wie in der Schulküche oder bei Ausflügen. Begleitet wurde die Präsentation durch Gesang, was der Vorstellung eine stimmungsvolle Note verlieh.

Emma Busch erinnerte an die ersten Wochen an der RS I. Sie seien die "Kleinsten" gewesen, waren voller Aufregung. Im Laufe der Jahre entstanden tiefe Freundschaften, manche verliebten sich. Sie und ihre Mitschüler seien wie ein kleiner Stern gewesen, der zunehmend zu leuchten begann. Manchmal seien sie auch über sich hinausgewachsen. Das erhoffe sie sich auch für die Zukunft, beispielsweise wenn es darum gehe, sich gegen Terrorismus, Rassismus zu wehren und die Stimme zu erheben.

Die drei Mädels bekamen für ihren Auftritt viel Applaus. Ovationen gab es aber auch für das Bläserensemble, für den Chor der Klasse 8c, für Angelina Kästner am Klavier und für den Abschlusstanz der zehnten Klassen.


Als Jahrgangsbeste wurden von Bernd Steger ausgezeichnet: Elena Brummer (Lauenhain) 1,42; Anna-Lena Grundmann (Schneckenlohe) 1,42; Lena Krause (Kronach) 1,42; Lea Beetz (Burggrub) 1,55; Julia Geiger (Rothenkirchen) 1,55; Florian Lieb (Eila) 1,55; Juliane Kästner (Haig) 1,58.