Eigentlich könnte ASV-Spielertrainer Matthias Deuerling ob der Auftaktbilanz von zehn Punkten aus sechs Spielen sehr zufrieden sein. Immerhin sind die Kleintettauer damit der Beste der drei Bezirksligisten aus dem Frankenwald. "Wir haben bis jetzt überwiegend gegen Mannschaften gespielt, gegen die man punkten muss", schränkt er ein. "Und in den nächsten Wochen gegen schwere Gegner müssen wir gleich auf mehrere Stammkräfte verzichten."
Das Verletzungspech trübt die Stimmung bei den "Glasmachern" doch beträchtlich. Mit Dennis Lipfert, der sich wohl erneut einen Kreuzbandriss zugezogen hat, Coskun Kobal (Bänderriss im Knöchel) und Matthias Deuerling selbst (Muskelfaserriss) müssen aktuell drei Stammspieler ersetzt werden. Und Abwehrspieler Ensar Karapinar ist für vier Wochen in der Türkei und fehlt ebenso.


Alper Yürük vor Rückkehr

Bislang konnten außerdem Altan Yürük, Benjamin Walter und Ali Cekic so gut wie nicht spielen, werden aber nach und nach wieder fit. Außerdem hat Alper Yürük schmerzfrei trainiert und auch schon einen Einsatz in der zweiten Mannschaft hinter sich. Er steht am kommenden Samstag erstmals nach neun Monaten wieder im Aufgebot. Matthias Deuerling: "Es ist wichtig, dass er sich in den Dienst der Mannschaft stellt und wieder dabei ist, aber man darf nach der langen Pause nicht zu viel von ihm erwarten."
Dass es für den ASV Kleintettau bislang so gut gelaufen ist, liegt auch an den beiden Neuzugängen. Ensar Karapinar (vom SC Steinbach), der einzige Linksfuß, hat sich als starker Abwehrspieler erwiesen, und der Ex-Neukenrother Tobias Wagner hat schon zwei Treffer erzielt.

Abstiegskampf bis zuletzt

Der Spielertrainer warnt allerdings davor, angesichts des guten Starts die Erwartungen zu hoch zu schrauben. "Wenn wir alle fit sind, können wir den Klassenerhalt schaffen. Aber wir sollten auf dem Boden bleiben und uns darauf einstellen, dass wir bis zuletzt gegen den Abstieg kämpfen werden."
Angesichts der Ausgeglichenheit in der Bezirksliga weiß Matthias Deuerling, dass vieles von der Tagesform abhängig ist. "Jeder muss das Seine dazu tun, dass wir bestehen können", fordert er auch angesichts der nächsten Aufgaben, die es nämlich in sich haben. Am Sonntag geht's zunächst zum SV Dörfleins, ehe am Kirchweih-Wochenende zwei Heimspiele gegen den FC Lichtenfels und den FC Redwitz auf dem Programm stehen.