Bei einer Flutmulde handelt es sich um einen Graben, der im Fall eines Hochwassers vor schweren Überschwemmungen schützen soll. Stattdessen soll nun der Verlauf des Gewässers aufgeweitet werden, um den notwendigen Retentionsraum zu bieten. Retentionsräume sind Flächen, die einer Dämpfung von Hochwasserwellen dienen.

Das Gremium stimmte bei einer Gegenstimme von Josef Schedel (Freie Wähler) diesen Veränderungen zu. Schedel fragte, wieso die Behörde nach zweijähriger Planungsphase nun zu dieser Erkenntnis komme.

Einstimmig fiel das Votum für die Verkehrserschließung des gleichen Baugebietes aus. Zur Verkehrssicherheit auf der Bundesstraße 85 wird eine Linksabbiegespur und eine Querungshilfe mit Fahrbahnteiler gebaut. Dem Bau des Rewe-Marktes stehe behördlicherseits nichts mehr im Wege, sagte Bürgermeister Hans Pietz (FW).


Prioritätenliste für Straßensanierung


Im Hinblick auf Straßensanierungen, wofür die Gemeindeverwaltung einige Vorschläge unterbreitete und Angebote eingeholt hatte, will das Gremium noch abwarten. Die von der Verwaltung vorgeschlagenen Maßnahmen wurden vorerst zurückgestellt. Im Gemeinderatsgremium soll, vor allem auf Anregung von Klaus Dressel (CSU), erst eine Prioritätenliste für Straßensanierungen festgelegt werden. "Es macht keinen Sinn, wenn wir wieder nur mit Flickwerk vorankommen wollen", sagte Dressel. Bürgermeister Hans Pietz regte an, dass der Bauausschuss den Zustand aller gemeindlichen Straßen vor Ort unter die Lupe nimmt, um dann eine Empfehlung an das Gremium zu geben.

Der Markt Pressig stimmte ferner dem Abriss des denkmalgeschützten Anwesens von Gottfried Betz in Größau zu. Der Denkmalwert sei eher gering, so war die Einschätzung der Verwaltung und auch des Landesamtes für Denkmalpflege. Nach dem Abriss soll die Baulücke wieder geschlossen werden.


Absprache mit Naturschutzbehörde


Für den Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Garage und Carport durch Thorsten Förtsch und Karina Fröba wurden die erforderlichen Befreiungen erteilt. Der Firma Rauschert wurde Genehmigung zur teilweisen Rodung des Baumbestandes am Leitenbach erteilt. Jedoch sind die zu fällenden Bäume vor Ort mit der Unteren Naturschutzbehörde festzulegen, ebenso eventuelle Ausgleichsmaßnahmen.