Was für eine Ehre! Für Christian Dietz geht am 27. Mai 2017 im Olympiastadion Berlin ein Traum in Erfüllung. Wenn ab 20 Uhr das 74. DFB-Pokalendspiel zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund angepfiffen wird, dann ist der ehemalige Kronacher Schiedsrichter nicht nur dabei, sondern mittendrin. Er wird vor einem Millionen-Publikum als Linienrichter Nummer Eins fungieren.


Frankfurt im Halbfnale

Geleitet wird das Finale (live in der ARD und bei Sky) vom bayerischen FIFA-Schiedsrichter Deniz Aytekin. Der 38-jährige Unparteiische aus Altenberg kann sich dann wieder auf das Argusauge seinen Assistenten Christian Dietz verlassen. So wie im Halbfinale, als Dietz eine fehlerfreie Leistung als Linienrichter in Mönchengladbach ablieferte. Die Frankfurter gewannen vor knapp zwei Wochen bekanntlich erst im Elfmeterschießen. Oder im Viertelfinale:


Dortmund im Viertelfinale

Da waren Dietz und Aytekin bei der Partie Borussia Dortmund gegen Hertha BSC im Einsatz - erneut fehlerfrei. "Die Beurteilungen sprachen für uns. Es waren jeweils souveräne Leitungen", ist Dietz stolz. Eduard Beitinger (Regensburg) als zweiter Linienrichter sowie der Vierte Offizielle Benjamin Brand aus dem Kreis Bamberg komplettieren das Berliner Quartett beim großen Finale. Für das eingespielte Gespann ist es die erste DFB-Pokalfinalleitung ihrer noch jungen Karriere. Die Vorfreude bei Christian Dietz ist dementsprechend groß: "Das ist natürlich schon etwas ganz Besonderes. Für so ein Spiel wird man schließlich nicht alle Tage nominiert", weiß der Wahl-Münchner, der vor zwei Jahren aus beruflichen Gründen in die Landeshauptstadt gezogen ist.
Dass er beide Finalisten im Viertel- und Halbfinale bereits gewunken hat, sei ebenfalls ein Vorteil. "Ich freue mich riesig auf dieses Spiel".
Überhaupt erlebt Christian Dietz derzeit eine aufregende Zeit. Nicht nur auf, sondern vor allem abseits des Fußballplatzes. Vor zwei Wochen ist er nämlich Vater geworden. Seine türkische Frau brachte Sohnemann Cem zur Welt.


Vaterfreuden in München

"Die Nächte sind derzeit kurz, aber ich mache das alles sehr gerne", sagt er zwischen "Tür und Angel". Erreicht haben wir den gewissenhaften Referee und stolzen Papa nämlich gerade als er seine Realschule verließ und auf dem Weg zum Training war.