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Steinwiesen
Wettbewerb

Neue Kulturhalle bekommt Gesicht

Eine Fachjury entschied aus zehn Vorschlägen mit sehr guten und vielseitigen Ideen von Architekturbüros aus der ganzen Bundesrepublik, wie die neue Kulturhalle aussehen soll. Gesamtkosten von 3,7 Millionen Euro stehen im Raum.
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Miriam Lebok vom Architekturbüro Lauer + Lebok erklärt Bürgermeister Gerhard Wunder und den Besuchern ihre Ausarbeitungen Foto: S. Deuerling
Miriam Lebok vom Architekturbüro Lauer + Lebok erklärt Bürgermeister Gerhard Wunder und den Besuchern ihre Ausarbeitungen Foto: S. Deuerling

Die Sanierung der Kulturhalle steht schon seit Jahren im Raum. Nach über 50 Jahren haben die Veranstaltungen, Vereinssportbetrieb und der Schulbetrieb deutliche Spuren hinterlassen. Eigentlich ist sie das kulturelle Zentrum des Marktes Steinwiesen. Eine Generalsanierung ist nun unumgänglich. Nach der Vorstellung einer Machbarkeitsstudie im Rahmen einer Gemeinderatsitzung im Mai 2019 wurde im Oktober 2019 ein hochbaulicher Planungswettbewerb ausgelobt.

Rahmenbedingungen festgelegt

Unter den Kriterien des Städtebaus, der Gestaltung, Funktionalität, Akustik, Energie und Raumklima, Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und vor allem der Realisierbarkeit erstellten die Teilnehmer ihre Konzepte. Vor allem die Vorgabe von etwa 2,1 Millionen Euro sollte möglichst eingehalten werden. In der Zeit vom Dezember 2019 bis Februar 2020 entstanden verschiedene Varianten. Nach Corona bedingter Verzögerung wurde am 2. Juni 2020 die Auswertung für die drei besten Vorschläge durchgeführt. Hier machte es sich die Jury nicht leicht. Von wem die eingereichten Projektideen sind, war bis nach der Entscheidung geheim.

In zwei Durchgängen wurden die Vorschläge beleuchtet. Der dritte Preis ging an den Vorschlag des Architekturbüros ARGE Grubert Verhülsdonk & Zitelli aus Berlin. Zweiter wurde stmºarchitekten PartGmbB & WLG Wollborn Landschaftsarchitekten GmbH aus Nürnberg. Favorisiert als Sieger wurde eigentlich von allen der Entwurf des Architekturbüros Lauer + Lebok Architekten PartGmbB aus Lichtenfels, die durch die Gestaltung und Aufteilung verbunden mit der Flexibilität und Funktionalität bei allen Preisrichtern punkten konnten.

Bürger sehen Vorschläge

In einer Ausstellung konnten sich nun die Bürger die eingereichten Vorschläge anschauen. Einen Anbau hatten alle Ideen gemeinsam. Das ist vor allem den Vorgaben geschuldet, Garderobe und Sanitäranlagen unabhängig vom Schulgebäude vorzusehen. Barrierefreiheit und Stellplätze für Menschen mit Handicap waren für alle vorgesehen. Eine Neugestaltung des Vorplatzes war notwendig, um das Gesamte harmonisch abzurunden.

"Es ist noch nicht alles in Stein gemeißelt und es wird sicher noch viele Änderungen und Anpassungen geben müssen", sagte Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU) bei der Ausstellungseröffnung. Sicher können Komponenten aus anderen Vorschlägen ein klein wenig in den endgültigen Plan einfließen. Doch aus Sicht der Jury und den städtebaulichen Vorgaben ist die Lösung von Lauer + Lebok funktionell, ansprechend und vor allem auch gut umsetzbar. Für die weiteren Planungen sollen nun auch die Vereine mit eingebunden werden, sie sind schließlich die Nutzer der sanierten Halle. Man habe für die Förderung 3,7 Millionen Euro eingereicht, davon werden allerdings die nichtförderfähigen Kosten und die Planungskosten abgezogen. "Leider hat sich das ganze Verfahren wegen der Corona-Pandemie etwas verzögert, aber wir hoffen nun auf eine zügige Weiterverfolgung und Bearbeitung unserer Ziele", betonte Wunder. Wenn alles nach Plan läuft, soll im Herbst die Eingabeplanung erfolgen. Bereits mögliche Arbeiten werden ebenfalls bei guten Wetterbedingungen noch vor Weihnachten in Angriff genommen. Die Hauptausschreibung der Gewerke beginnt dann Anfang 2021.

Einen kurzen Überblick über die Planungen und die Ausarbeitung gab Architektin Miriam Lebok, die zusammen mit Gerd Peter Lauer das Büro leitet. "Wir haben viel Arbeit, Ideen und vor allem Herzblut in den Entwurf gesteckt", betonte Miriam Lebok. Die Halle ist nun mal als Schulturnhalle konzipiert und das stellte doch eine Herausforderung an die Planung da. Kostengünstig damals gebaut, ist doch noch einiges vorhanden, das in die Neusanierung einfließen kann. "Wir haben abgewägt, wo muss es Neuerungen geben und wo können wir auf Vorhandenes zurückgreifen", sagte die Architektin. Vor allem habe man darauf Wert gelegt, dass man die Halle sowohl bei Großveranstaltungen als auch bei kleineren Vereinsfesten, bei Feiern im Außenbereich und auch nur das Foyer nutzen kann. Vielseitig und vielschichtig, vor allem sinnvoll, sollte der Entwurf sein. Miriam Lebok wird bei der nächsten Gemeinderatsitzung am Dienstag, 30. Juni ihr Projekt detailliert den Gemeinderäten vorstellen.

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