Der Fuß zappelt. Der 31-Jährige wirkt nervös. Er stottert, wischt sich über die Stirn. Sein Blick wandert permanent durch den Raum. Zur Richterin vorne, zur Fensterreihe rechts. Nur nicht nach links. Dort sitzen die beiden Männer, die den Zeugen in der Justizvollzugsanstalt Kronach niedergeschlagen haben sollen. Als diese von der Aussage hören, fängt der 44-jährige, vermeintliche Drahtzieher an, den Kopf zu schütteln. Das Gesicht des 28-jährigen Angeklagten sinkt immer tiefer in seine Handfläche. Ihre Version der Ereignisse in der JVA Kronach hatte sich zuvor ganz anders angehört. Nun steht Aussage gegen Aussage. Am Ende der fast fünfstündigen, mit Widersprüchen gespickten Verhandlung wird das Gericht der Schilderung des 31-Jährigen folgen.