Bürgermeister Michael Pöhnlein (FW) musste leider verkünden, dass der Marktgemeinderat der Freien Wähler, Michael Büttner, aus gesundheitlichen Gründen sein Amt niederlegen wird. Er betonte, dass Büttner hervorragend gearbeitet habe und immer gute Ideen eingebracht habe.

Der scheidende Gemeinderat ist seit dem 7. April 2015 im Gremium, damals als Nachrücker für den nach Thüringen verzogenen Kevin Wunder (FW). Bei den letzten Gemeinderatswahlen wurde er mit vielen Stimmen wiedergewählt.

Gerade deshalb fällt es Michael Büttner, genannt "Lux" , schwer, Abschied vom Gremium zu nehmen. Doch die Gesundheit gehe vor und, nachdem er bereits im letzten Jahr einen "Warnschuss" erhalten hatte, stehe diese nun an erster Stelle. "Ich habe auch alle anderen Vereinsämter niedergelegt und werde mich nur noch um die Biodiversität kümmern", sagte Michael Büttner. Er bat seine Kollegen, darauf zu achten, dass in der Gemeinde und im Gemeinderat wieder eine Einheit herrschen soll. Der Riss, der sich aufgetan habe, solle schnellstens wieder geschlossen werden.

Zweiter Bürgermeister Ludwig Pötzinger betonte, man verliere einen guten Mann im Gremium, der stets mit Elan vor allem im Hintergrund viel bewirkt habe. "Wir sind dir zu großem Dank verpflichtet und wünschen dir alles Gute", sagte Pötzinger. Als Nachrücker für Michael Büttner wird in der Oktobersitzung Karl Roth (FW) vereidigt.

Für das Modellprojekt "Marktplatz der biologischen Vielfalt - Bayerische Kommunen setzen auf Biodiversität" sind zehn Teilnehmergemeinden im Juni 2018 nach einheitlichen Bewertungskriterien ausgewählt worden. Darunter ist der Markt Nordhalben in Oberfranken. Nun gab Projektmanager Florian Lang einen Zwischenstand bzw. den ersten Meilenstein in der Gemeinderatsitzung zur Kenntnis.

Besonders lobte er den örtlichen Biodiversitätsbeauftragten Michael Büttner für seine hervorragende Arbeit. Das Projekt startete im Juni 2018 und das Erstgespräch mit Flurbegehung in Nordhalben war am 27. März 2019. Es fanden dann drei Workshops statt, in denen die Inhalte und Handlungsfelder festgelegt wurden.

Naturschutzfachliche Analysen und Einzel- und Expertengespräche ergaben sechs Handlungsfelder mit insgesamt 45 Ansätzen zur Förderung der Biodiversität in Nordhalben. Die Handlungsfelder sind Agrarlandschaft, Wald, Gewässer, Siedlung, Naturerlebnis und Bewusstseinsbildung sowie Wertschöpfung. Mit gedruckten Strategiefaltplänen, die in der Gemeinde bereit liegen, der Strategie und dem Plan als PDF auf der Homepage und mit einem Maßnahmenkatalog als Excel-Datei zur Fortschreibung sowie dem Plan als SHP (GIS)- Projekt zur Fortentwicklung in einer computertauglichen Version stehen die Informationen für alle bereit.

Das Konzept hatten die Gemeinderäte vorab erhalten und Bürgermeister Michael Pöhnlein (FW) hatte bereits Änderungswünsche vorgebracht. Dies sind die Änderung der Priorität der Bekämpfung des Jakobkreuzkrautes von gering in hoch, der Vermerk, dass bei der Finanzierung keinerlei Eigenanteilskosten der Gemeinde entstehen, und ein Pflegekonzept zur Sommerbeweidung des Schlossberges. Alternative ist, das Flächenkonzept um motormanuelle Freihaltung und natürliche Sukzession zu erweitern.

Entfichtungsaktion im Herbst

Der örtliche Beauftragte Michael Büttner gab bekannt, dass die Entfichtungsaktionen an strategischen Stellen im Oktober/November beginnen. Die Wertschöpfung sei eine große Herausforderung und man brauche zur Etablierung regionaler Produkte einen langen Arm.

Der Gemeinderat sprach sich anschließend einstimmig für die Annahme des Biodiversitätsstrategie und des Biodiversitätsplans aus.

Nordhalben würdigt Spitzenleistungen

Bürgermeister Michael Pöhnlein zeichnete frischgebackene Gesellen für ihre hervorragenden Prüfungsergebnisse mit einem kleinen Geschenk der Marktgemeinde aus. Er und damit die ganze Gemeinde Nordhalben seien stolz darauf, gute Leute vor Ort zu haben, betonte er. Geehrt wurden Sandra Köstner (links) , die ihre Ausbildung zur Industriekauffrau bei der Fa. Woco in Kronach und mit der Note 1,3 abschloss; Jan Kürschner, der sich zum Industriemechaniker bei der Firma Weber in Kronach ausbilden ließ, erreichte sogar die Note mit 1,0 und Diana Pötzinger (nicht auf dem Bild) erzielte bei der Finanzbeamtenausbildung mit 558 von 600 möglichen Punkten bayernweit das drittbeste Ergebnis.

Aus dem Gemeinderat

Genesung Bürgermeister Michael Pöhnlein (FW) konnte den nach schwerer Krankheit wieder anwesenden Zweiten Bürgermeister Ludwig Pötzinger (FW) herzlich willkommen heißen. Man habe sich große Sorgen gemacht, persönlich und im Gemeinderat. Ludwig Pötzinger (FW) dankte allen, die in dieser schweren Zeit mit vielen Genesungswünschen an ihn gedacht haben. Er sei nun bis auf einige kleinere Einschränkungen wieder fit.

Mobilitätskonzept Michael Pöhnlein (FW) berichtete, dass im Landratsamt Kronach eine Sitzung wegen des neuen Mobilitätskonzepts stattgefunden habe. Es habe natürlich Anfangsschwierigkeiten gegeben und nach einigen Verbesserungen werde es sicher noch die eine oder andere Änderung geben. Die Mobilitätszentrale in Kronach bittet die Bürger darum, ihre Kritik, die Vorschläge usw. zu melden, sonst könne darauf nicht reagiert werden. Auf Vorschlag von Landrat Klaus Löffler werden für die Schülerbeförderung mehr Busse eingesetzt, dies gilt auch für Nordhalben mit einem zusätzlichen Bus. Gefördert wird das durch den Freistaat. Außerdem sollen alle Fahrpläne leserlich und übersichtlich gestaltet werden.

Fernsehen Der Bürgermeister informierte darüber, dass Ulrich Detsch vom BR-Fernsehen eine Langzeitdokumentation über Nordhalben macht. Deshalb sei er immer wieder für Filmaufnahmen vor Ort. "Gerade waren der Panoramaweg und das Naturbad in der Frankenschau. Das sind richtige Werbefilme für unser Nordhalben", sagte Pöhnlein.