Der Hauptfeuerwehrmann trat gleich, nachdem er das erforderliche Alter erreicht hatte, in die Wehr ein. "Wir waren damals ein ganzer Schwung Gleichaltriger, alle Jahrgang 1958, die eintraten", so der Friesener. Leider habe sich die Gruppe dann etwas zerstreut.

Er selbst brachte sich seit Einführung des Atemschutzes bei der Feuerwehr Friesen im Jahre 1992 wieder in die Wehr ein. "Ich war ab 1999 stellvertretender Atemschutzbeauftragter. Ab 2004 war ich Atemschutzbeauftragter bis Ende 2011", so der Jubilar.

Zwei Brände in Erinnerung

Besonders in Erinnerung blieb ihm sein erster und zugleich auch erster Atemschutz-Einsatz der Friesener Wehr überhaupt. "Damals brannte eine Scheune oder ein Haus in Roßlach. Heribert Büttner und ich bildeten den Trupp", blickt Ebert zurück. Fest in seinem Gedächtnis ist ihm auch der Brand im Sägewerk Fischer geblieben.

Die Ehrung wurde vom stellvertretenden Landrat Gerhard Wunder sowie Kreisbrandinspektor Matthias Schuhbäck vorgenommen.

Beide würdigten die Leistung des Geehrten. "Ihr, die ihr Tag für Tag bereit seid, eure Gesundheit und euer Leben für die Hilfe anderer aufs Spiel zu setzen, seid für mich die Champions der Gesellschaft", fand Wunder einen Bezug zu dem am Tag zuvor stattgefundenen Champions-League-Finale. Diesen Champions gelte es aber, entsprechendes Rüstzeug an die Hand zu geben.

So sah es auch Schuhbäck. "Wie viele Übungen, Einsätze und Arbeitsstunden mögen in 25 Jahren zusammen gekommen sein?", fragte er in den Raum.

Mit der Anschaffung der neuen Pumpe könne sich nun die Bevölkerung - neben der eh schon vorhandenen Men- und Frauenpower - eines "Rundum-Sorglospakets" bewusst sein.

Neue Pumpe für Friesen

Traditionell am Dreifaltigkeits-Sonntag feierte die Freiwillige Feuerwehr Friesen ihren Florianstag. Dabei wurde ihre neue Pumpe eingeweiht.
"Geht sie oder geht sie nicht?" - Diese bange Frage habe man sich - so der Vorsitzende Ralf Wich - in den vergangenen Jahren oft gestellt. Die Rede ist dabei von der alten handbetriebenen Pumpe, die so ihre "Mucken und Macken" hatte.

Dies bestätigte auch Kommandant Markus Geiger. Bereits seine Vorgänger hätten mit dem Problem zu kämpfen gehabt. "Es handelt sich dabei wohl um ein "Montagsprodukt", meinte er scherzhaft. Die Zuverlässigkeit sei fast nie gewährleistet gewesen und man habe mit der Vorbaupumpe vieles ausgleichen müssen. Oft sei die Pumpe gar nicht angesprungen und falls doch, sei seitens der Maschinisten mächtig Handarbeit gefragt gewesen. Auch das Ansaugen habe Probleme bereitet.

Die neue Pumpe habe man am 29. November vergangenen Jahres abgeholt. "Wir haben seitdem fleißig für den Ernstfall geübt", erklärte der Kommandant. Er bedankte sich bei Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein mit seinem Stadtrat für das Ermöglichen der Ersatzbeschaffung sowie den Mitarbeitern der Stadt für die Unterstützung. Beiergrößlein betonte den unbezahlbaren Wert der Wehren für die Allgemeinheit. Sein Dank galt allen Unternehmen, die es den Kameraden ermöglichten, ihrer Aufgabe nachzukommen, aber auch den Angehörigen für ihr Verständnis für deren "zeitaufwändiges, aber lebens- und überlebensnotwendiges" Hobby. Viele Lacher auf seiner Seite hatte der Vorsitzende mit einem Zitat. Demzufolge solle die neue Pumpe so sein wie die älteren Jungfrauen der Stadt - "stets bereit, aber von niemandem begehrt".

Regionaldekan Thomas Teuchgräber erbat den Schutz Gottes sowie des Heiligen Florians für die Pumpe und alle Kameraden, die sie benutzen. Der Stadtpfarrer hatte auch den vorausgegangenen Fest-Gottesdienst zelebriert. Dieser wurde vom Musikverein Friesen ebenso stimmig umrahmt wie der Frühschoppen und der Florianstag. Die geplanten Kirchenparaden zur Pfarrkirche beziehungsweise zum Festplatz fielen wortwörtlich ins Wasser.

Die rund 10 000 Euro teure Tragkraftspritze der Marke Rosenbauer hat ausklappbare Tragegriffe, ein Gewicht von 167 Kilogramm und eine Leistung von 1000 l/min bei 15 bar.