Im Gemeinderat wurde nach Diskussionen ein Beschluss gefasst, der für das Küpser Schulwesen einen Meilenstein bedeutet. Die Verwaltung wurde nämlich beauftragt, die Maßnahmen für den Ersatzneubau des Gebäudes für die Lagerung der Außensport- und Platzpflegegeräte, für die technische Neuanbindung der Bestandsgebäude, für den Abriss des Mittelbaus und der alten Schulturnhalle sowie für den Ersatzneubau der Sporthalle mit Versammlungsstätte auszuschreiben.

Bürgermeister Bernd Rebhan (CSU) wies auf den Erhalt einer Unbedenklichkeitsbescheinigung für die erwähnten Projekte seitens der Regierung von Oberfranken hin. Damit sei die Durchführung der Vorhaben "nicht schädlich", was eine spätere Förderung der Maßnahmen betrifft.

Ralf Pohl und Thomas Friedlein (SPD) sprachen sich dafür aus, mit dem Maßnahmenbeginn noch bis zum Frühjahr zu warten. "Wir befinden uns auf dem Niveau der Unsicherheit", so Pohl, der darauf hinwies, dass eine Unbedenklichkeitsbescheinigung noch keine Rechtssicherheit bedeute. Zudem sei es ihm ein Anliegen, dass aufgrund der Situation mit der Corona-Pandemie die Räumlichkeiten nochmals geprüft werden und eventuell auf künftig verändernde Formen im Bildungswesen angepasst werden.

"Wir müssen mit der Schule vorwärtskommen", entgegnete Bernd Rebhan. Er gehe davon aus, dass der Freistaat Bayern sein Wort mit den zugesagten Fördermitteln auch halte. Der Bürgermeister gab zu bedenken, dass, wenn die Gemeinde mit den Ausschreibungen bis Ende Februar warte, man dann auch mit höheren Preisen vonseiten der Anbieter rechnen müsse. Die Verwaltung und der Planer haben viel Arbeit für diesen vorzeitigen Maßnahmenbeginn geleistet. "Wenn wir die Zeit nicht nutzen, dann zahlen wir mehrere Hunderttausend Euro". Und: "Jetzt nicht zu handeln, wäre fahrlässig!" Unterstützung bekam der Bürgermeister von Heiko Meusel (FW). "Die Bevölkerung warte seit langem darauf, jetzt ist der beste Zeitpunkt!" Letztendlich sicherte der Bürgermeister aber auch zu, parallel wegen der aktuellen Situation noch mal die Räumlichkeiten prüfen zu lassen.

Das Wasser wird billiger

Die Küpser können sich freuen. Ab 1. Januar 2021 sinkt der Wasserpreis um 40 Cent. Statt wie bisher 2,63 Euro müssen die Küpser im Zeitraum von Januar 2021 bis Ende 2023 2,23 Euro netto für den Kubikmeter Wasser bezahlen. Dieser Beschluss wurde am Dienstagabend in der Marktgemeinderatssitzung einstimmig gefasst. "Es geht um die Ehrlichkeit", meinte die CSU-Fraktionsvorsitzende Ursula Eberle-Berlips und erinnerte dabei an die Wasserpreiserhöhung vor drei Jahren.

Die Senkung des Wasserpreises wurde dadurch ermöglicht, dass die Gemeinde Küps in den letzten drei Abrechnungsjahren einen Überschuss von 187 367 Euro erwirtschaftete. Als Gründe nannte der Kämmerer Reinhard Zapf unter anderem, dass die Kostenentwicklung und die Investitionen in den Jahren 2018 bis 2020 hinter den Erwartungen zurückblieben. Beide Kostenbereiche seien nicht genau kalkulierbar gewesen, da es bei Investitionen immer wieder zu Verzögerungen kam.

Als Beispiele nannte er den Ausbau der Straßen Gypsmühlstraße, Krebsbachstraße und Melanger. Zudem habe sich auch die Sanierung des Tiefbrunnens I verzögert. Im Gegenzug, so erklärte er weiter, sei wegen der trockenen Sommer in den vergangenen Jahren erheblich mehr Wasser verkauft und dadurch eine Mehreinnahme erzielt worden. Er gehe aber davon aus, dass die Gebühren ab 2024 wieder steigen werden.

Die Hundesteuer wird angehoben

Ein weiteres Thema war die Hundesteuersatzung. Demnach müssen für einen Hund statt wie bisher 30 Euro künftig 35 Euro Steuer pro Jahr bezahlt werden. Für Kampfhunde müssen keine zusätzlichen Beträge entrichtet werden. Wie der Kämmerer Reinhard Zapf erläuterte, gebe es in Küps lediglich acht Kampfhunde. Deren Besitzer können einen Wesenstest nachweisen. Der Bürgermeister wies darauf hin, dass in den letzten Jahren die Gemeinde einiges investiert habe. Beispielsweise wurden Hundebehälter beziehungsweise -beutel aufgestellt, die regelmäßig auch durch Mitarbeiter entleert werden. Die Anzahl der Hunde bezifferte Zapf mit 536 im Gemeindegebiet. Die Tendenz sei steigend, womit er auch die Frage von Hubertus Freiherr von Künsberg beantwortete.

Am Anfang der Sitzung gab Bernd Rebhan Beschlüsse aus der letzten nichtöffentlichen Sitzung bekannt. Demnach erteilte das Gremium den Auftrag von zwei Tragkraftspritzen für die Feuerwehren Oberlangenstadt und Küps an die Firma Ludwig Feuerschutz GmbH in Bindlach zum Preis von 31 800 Euro.

Zudem will sich die Kommune für das Förderprogramm "Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten 2020" bewerben. Wie der Bürgermeister erklärte, werde durch den Ausbau der B 303 und der B 173 das 40 Jahre alte Gelände des TC Küps stark tangiert, so dass ein Platz wegfällt. Der Tennisclub strebe nicht zuletzt deshalb eine Sanierung der verbleibenden drei Tennisplätze an, um auch weiterhin einen sportlichen Betrieb gewährleisten zu können. Deshalb sei der Tennisclub auch an den Markt Küps herangetreten, um diese Bewerbung auf den Weg zu bringen.

Zudem kam das Gremium dem Gesuch des BRK-Kreisverbands Kronach nach und bezuschusst die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs für die "Helfer vor Ort" mit 3000 Euro.

Abschließend wies Bürgermeister Bernd Rebhan darauf hin, dass im Markt Küps lediglich 200 neue Wasserzähler eingebaut wurden. Über 2000 Haushalte verfügen noch über einen analogen Zähler. Aufgrund der Pandemie wird nun kein Beauftragter die Wasserzähler ablesen. Deshalb erhalten die Hausbesitzer in den nächsten Tagen Post. Er appellierte an seine Bürger, den aktuellen Wasserstand der Gemeinde dann auch zeitnah mitzuteilen.